SPD nominiert Lennard Oehl als Nachfolger von Dr. Sascha Raabe

(pm/ea) – Lennard Oehl aus Nidderau wird bei der Bundestagswahl am 26. September für die SPD im Wahlkreis 180 (Hanau und westlicher Main-Kinzig-Kreis) antreten.

Der 27-Jährige Ökonom setzte sich bei einer Urnenwahl vergangene Woche im zweiten Wahlgang deutlich mit 58 zu 29 Stimmen durch. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und den fairen Wettstreit im Vorfeld der Nominierung“, sagte Oehl.

Im ersten Wahlgang der Wahlkreiskonferenz des SPD-Unterbezirks Main-Kinzig hatte keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erhalten. Neben Oehl und Abdullah Unvar war am 27. März noch Yasmin Schilling angetreten. Oehl lag nach der ersten Abstimmung mit 33 Stimmen vorne. Unvar kam auf 31, Schilling auf 24. Die Neubergerin habe die Bewerbung zur Kandidatur jedoch am vergangenen Mittwochabend zurückgezogen, erläuterte Christoph Degen, der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks.

„Ich gratuliere Lennard Oehl herzlich zu seiner Wahl und freue mich auf einen engagierten Wahlkampf“, so Degen. Der zweite Wahlgang fand wie schon der erste in der Geschäftsstelle der SPD Main-Kinzig im Hanauer DGB-Haus unter strengen Hygienemaßnahmen statt. Die Delegierten hatten Zeiten zugewiesen bekommen, zu denen sie das Wahllokal betreten konnten, sodass sichergestellt war, dass zu jeder Zeit alle Corona-Auflagen eingehalten wurden.

Oehl, der bereits am Wochenende erste Termine wie z.B. den Ostermarsch in Bruchköbel wahrnahm, zeigte sich dankbar für das Vertrauen der Delegierten. „Das die Delegierten mich mit einem so guten Ergebnis ausgestattet haben ist ein großer Vertrauensbeweis. Ich werde in den nächsten Monaten alles dafür tun, um das Direktmandat zurückzugewinnen “, so Oehl.
Seinen inhaltlichen Schwerpunkt sieht der Ökonom, der zurzeit in Frankfurt als Analyst arbeitet, in der Finanz- und Wirtschaftspolitik. „Die ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie werden in der kommenden Legislaturperiode ein großes Thema sein. Millionen von Angestellte und Selbstständige haben hohe Einkommenseinbußen zu verzeichnen. Die SPD muss die politische Kraft sein, die die Lasten der Krise fair verteilt und Perspektiven schafft“, so Oehl. „Außerdem sorgt das dürftige Krisenmanagement der Bundesregierung sowie die Korruptionsvorwürfe an einige Abgeordnete der Unionsfraktion zurzeit für einen hohen Vertrauensverlust in der Bevölkerung. Ich möchte durch bodenständiges Auftreten neues Vertrauen in die Politik schaffen.“

„Als erfahrener Kommunalpolitiker und Juso-Kreisvorsitzender kenne ich den Wahlkreis und die Bedürfnisse der Städte und Gemeinden wie meine Westentasche. Besonders die Infrastrukturprojekte (Niddertalbahn, Kinzigtalbahn, Riederwaldtunnel) liegen mir sehr am Herzen. Die kommenden Monate werde ich jetzt nutzen, um mich in der Region noch bekannter zu machen. Das ist pandemiebedingt ohne Veranstaltungen und Feste schwierig, aber ich habe ein großes Netzwerk und viele Unterstützerinnen und Unterstützer die mich vor allem bei meinen geplanten Hausbesuchen begleiten werden“, so Oehl weiter.

Foto: PM

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