Bewegungspädagogik in den KiTas fördert ganzheitliche Entwicklung der Kinder

(pm/ea) – Die Silben ihres eigenen Namens klatschen oder auf einem Parcours balancieren, um Fische vor dem gefräßigen Hai zu retten – all dies sind Aufgaben für KiTa-Kinder, vor die Ellen Krause ihre Turngruppen regelmäßig in den Übungsstunden stellt.

Bürgermeister Stefan Erb schaute sich das Bewegungsprogramm der Motopädin in ihrer Stamm-KiTa „Nelly Sachs“ dieser Tage an.

„Vorschulkinder sind in ihrer körperlichen Entwicklung oft eingeschränkt“, erklärt Ellen Krause. Als mögliche Ursache sieht sie den gesteigerten Medienkonsum, durch den nur noch wenig Zeit für vielfältige Bewegungserlebnisse bleibt. Um dem entgegen zu wirken, erlernen die Kinder spielerisch in den Bewegungsstunden eine bessere Wahrnehmung und erfahren durch gezielte Angebote psychomotorische Förderung.

„Wenn wir uns sozio-emotional-starke Kinder wünschen, brauchen diese Bewegungssicherheit“, sagt Krause. Um alle Kinder zu integrieren, auch die mit Migrations-Hintergrund und mit körperlichen Einschränkungen, stellt die Motopädin ganz oft auch Gemeinschaftsaufgaben, um so das Sozialverhalten zu stärken. Eigene Ideen und Kreativität sind da gefragt, die Lösungen müssen gemeinsam in der Gruppe gefunden werden. Eine hilft dem anderen. „Es geht auch darum, die Handlungsfähigkeiten der Kinder auszubauen und selbst durch Ausprobieren eine gewisse Materialerfahrung zu bekommen“, so Krause. Dazu stehen verschiedenste Spielgeräte in den Turnräumen der Kitas zur Verfügung. „Die Stadt Erlensee leistet sich dieses Angebot als Ganztagsstelle, weil wir die Entwicklung der Kinder in allen Bereichen fördern möchten“, sagt Stefan Erb beim Besuch einer Übungsstunde. Aber nicht nur KiTa-Kinder, sondern auch die Hortkinder profitieren von dem Programm.
Ellen Krause ist vielen Eltern bekannt, da sie sehr lange als Erzieherin in der „KiTa Sandweg“ gearbeitet hat. Ihr Steckenpferd war schon damals immer die Bewegungspädagogik und so hatte sie sich in einer nebenberuflichen Weiterbildung zur Motopädin ausbilden lassen. Seit vier Monaten arbeitet sie mit festen Gruppen in allen Erlenseer Kitas. „Ein Großteil der Kinder profitiert sehr von diesem zusätzlichen Angebot. Für manche Kinder sind es Sternstunden“.

Manchmal geht Frau Krause auch mit den Kindern in die „Ellen-Halle“, wie manche Kinder die große Sporthalle neben dem Hallenbad nennen.

Auf dem Foto: Ellen Krause mit einer ihrer Turngruppen, Bürgermeister Stefan Erb und KiTa-Leiterin Heike Weber im Turnraum der „KiTa Nelly Sachs“

Foto: Petra Behr

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