Sozialstaatssekretärin Manuela Strube und das DRK zeichnen verdiente Blutspender aus, darunter Peter Cord aus Erlensee mit 150 Spenden und Michael Koch aus Bruchköbel mit 175 Spenden

(pm/ea) – Blutspender leisten unglaublich Wertvolles: Sie retten Leben. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Im Rahmen einer festlichen Ehrungszeremonie wurden besonders verdiente hessische Blutspender in Wiesbaden am 22. Juni in Schloss Biebrich für rund 35.000 gerettete Mitmenschen ausgezeichnet.

„Wir würdigen heute Menschen aus unserer Mitte. Sie haben dazu beigetragen, dass andere Menschen womöglich ein zweites Leben geschenkt bekommen oder bekommen haben. Blut kann nicht künstlich geschaffen werden und auch durch nichts Anderes ersetzt werden. Die Entscheidung Blut zu spenden ist keine Selbstverständlichkeit, sie erfordert Mut, Empathie und ein tiefes Bewusstsein für die Notwendigkeit die Gemeinschaft zu unterstützen“, mit diesen Worten begrüßte Sozialstaatssekretärin Manuela Strube die zu Ehrenden im Schloss Biebrich:

Insgesamt 76 Blutspenderinnen und Blutspender, die mindestens 125 Blutspenden geleistet haben, wurden am Samstag für ihr außergewöhnliches Engagement mit einer eigens für diesen Anlass entworfenen Ehrungsnadel ausgezeichnet. „Es ist mir eine ganz besondere Ehre heute zu dieser sehr besonderen Anerkennung für Ihre herausragende Leistung hier sein zu dürfen – dafür gilt Ihnen mein ganz großer Dank, auch im Namen unseres Ministerpräsidenten Boris Rhein“, bekräftigte Strube.

Blutspenderinnen und Blutspender retten Leben! Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich: Derzeit spenden knapp fünf Prozent der Menschen in Deutschland Blut. Strube nahm das zum Anlass und forderte die anwesenden Lebensretterinnen und Lebensretter auf: „Erzählen Sie anderen von Ihrer Erfahrung und motivieren Sie sie, ebenfalls Blut zu spenden und ich würde mir wünschen, dass man nochmal mehr Kinder und Jugendliche dafür sensibilisiert, dass Sie ab einem bestimmten Alter selbst auch Blutspenden können.“ Jede einzelne Blutspende kommt direkt bei den Patienten an. Jeden Tag werden in Hessen rund 900 Blutspenden für Kranke und Verletzte benötigt, bundesweit sogar 15.000 Blutspenden.

Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbandes Hessen e.V., machte die Bedeutung des außergewöhnlichen Engagements der Spenderinnen und Spender mit deutlich: „Heute werden Personen aus ganz Hessen geehrt, die uns im vorherigen Jahr ihr Blut gegeben haben. Ganz besonders freue ich mich, dass darunter auch Frauen sind. Frauen dürfen nicht so oft spenden. Umso mehr freue ich mich darüber. Diese Auszeichnung gibt es ja ab 125 Spenden und ein Spitzenreiter heute kommt sogar auf 200 Spenden oder sogar darüber. Insgesamt haben die heute Anwesenden Spenderinnen und Spender in ihrem bisherigen Leben wohl mehr als 10.000 Blutspenden geleistet. Das entspricht einem Bedarf von mehr als 10 Tagen!“.

Mit einer Blutspende können bis zu drei Menschen gerettet werden. Gespendetes Blut wird unter anderem bei Notfalloperationen, Geburten und schweren Erkrankungen eingesetzt. Allein 19 Prozent aller Blutspenden werden für Patienten mit einer Krebserkrankung benötigt. Ohne das verlässliche Engagement der Hessen würden viele Menschen nicht weiterleben können.

Die Geehrten haben mit ihren Blutspenden dazu beigetragen, dass Patienten wie Isabella Franke und ihren Kindern geholfen werden konnte. Frau Frankes Baby entwickelte noch im Mutterleib eine Blutarmut und war damit bereits vor der Geburt auf überlebenswichtige Bluttransfusionen angewiesen. Ein persönliches Beispiel, was starke Gemeinschaft und Engagement für die Gesellschaft bedeutet. In einer Videobotschaft während der Ehrungsveranstaltung teilte Franke ihre emotionale Geschichte und bedankte sich stellvertretend für alle Empfängerinnen und Empfänger für das herausragende Engagement der Blutspenderinnen und Blutspender.

Prof. Dr. Torsten Tonn dankte allen Lebensretterinnen und Lebensrettern für ihre herausragende Leistung: „Hochleistungsmedizin in der Krebsbehandlung könnten wir gar nicht durchführen, wenn wir nicht gespendetes Blut und Blutbestandteile hätten. Das Besondere ist, dass es den Patienten erst aufgeht, dass vorher ja jemand an sie gedacht hat. Denn die Spende muss im Vorfeld geleistet werden. Ich glaube, das ist die große Leistung, dass Sie die Blutspende in Ihren Alltag einbauen. Das ist nicht immer bequem für uns: Da gibt es andere Termine, eine Fernsehsendung, Gartenarbeit oder Verabredungen – aber Sie nehmen sich die Zeit! Dafür ganz herzlichen Dank!“

Die Geehrten waren sich einig: Gemeinsam stark für Hessen. Jetzt und in Zukunft!

 

Achtung! Versorgungslage aktuell angespannt

Bedingt durch die Feiertags- und Brückentagslage im Mai ist in den vergangenen Wochen die Blutspendebereitschaft bereits spürbar zurückgegangen. Zu erwarten ist, dass durch die Großsportereignisse im Juni und Juli sowie die anstehenden Sommerferien die Spendebereitschaft weiter sinkt. Die DRK-Blutspendedienste appellieren deshalb eindringlich, jetzt und in den nächsten Wochen Blut zu spenden, damit die Versorgungssicherheit mit lebensrettenden Blutpräparaten lückenlos aufrechterhalten und ein Engpass vermieden werden kann.

Jetzt aktiv werden: Aktuell zählt jede Blutspende! Jetzt Termin buchen unter www.blutspende.de/termine

Weitere Informationen rund um das Thema Blutspende erhalten Interessierte online unter www.blutspende.de oder telefonisch kostenfrei unter 0800 11 949 11

 

Auf dem Titelfoto (v.l.): Manuela Strube, Michael Koch (175), Peter Cord (150) und Norbert Södler

Foto: PM

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