Landschaftspflegeverband kümmert sich um Streuobstwiesen im Main-Kinzig-Kreis

(pm/ea) – Streuobstwiesen waren bis vor wenigen Jahrzehnten ein prägender Landschaftsbestandteil in vielen Regionen Hessens und auch im Main-Kinzig-Kreis. Seit den 1960er Jahren nimmt die Fläche der Streuobstwiesen immer weiter ab, so dass mittlerweile nur etwa zehn Prozent der ehemaligen Bestände noch vorhanden sind.

Im Main-Kinzig-Kreis sind vor allem im Bereich der Stadt Maintal, aber auch im Spessart und am Rand des Vogelsberges noch größere Streuobstbestände zu finden. Um deren Erhaltung bemüht sich der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis (LPV) seit vielen Jahren. Aktuell finden in Maintal, Nidderau und Bad Orb großflächige Sanierungsarbeiten an mehr als 500 alten Obstbäumen statt, weiterhin wurden mehr als 200 neue Obstbäume – in der Regel hochstämmige Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschen – gepflanzt. Für Herbst/ Winter 2024 sind Sanierungsmaßnahmen unter anderem in Hammersbach geplant. In Gelnhausen hat der LPV im letzten Jahr die LPV Streuobstgebiete oberhalb der Kernstadt untersucht. Dabei wurden über 400 Einzelflächen vor Ort erfasst und der Bedarf an Pflegearbeiten und möglichen Nachpflanzungen ermittelt. Es zeigt sich dabei ein erheblicher Pflegebedarf. In einem nächsten Schritt sollen in Gelnhausen nun mit der Stadtverwaltung Gelnhausen das weitere Vorgehen abgestimmt werden. „Wenn die Streuobstwiesen um Gelnhausen und auch anderswo erhalten, bzw. wieder in Stand gesetzt werden sollen, müssen die Eigentümer sich bereit erklären, die Flächen zukünftig zu pflegen und offen zu halten. Die Streuobstwiesen sind vor allem durch fehlende Pflege der Bäume und des Grasaufwuchses, durch Überalterung der Baumbestände, Verbuschung und fehlende Nachpflanzungen bedroht.“ erläutert Matthias Metzger, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels und vor allem in Gelnhausen, bedingt durch die starke Verbuschung des Gebietes, die teilweise massiven Schäden durch Wildschweine, die eine Bewirtschaftung der Flächen oftmals erschweren oder unmöglich machen. Deshalb seien nach Ansicht des LPV größere Anstrengungen und ein Zusammenwirken aller Akteure in Gelnhausen gefragt.

Im Rahmen von groß angelegten Projekten werden vom LPV im gesamten Main-Kinzig-Kreis Sanierungsschnitte an alten Obstbäumen und Entbuschungsmaßnahmen sowie Nachpflanzungen durchgeführt, gefördert aus unterschiedlichen Mitteln des Bundes und des Landes Hessen. Neben der Pflege großer Streuobstgebiete setzt der LPV in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde auch zahlreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Neuanlage kleinerer Streuobstbestände um, die aus Ersatzgeld des Main-Kinzig-Kreises finanziert werden.

Der LPV bietet darüber hinaus auch Kurse zur Obstbaumpflege an und unterstützt Grundstückseigentümer auch bei der Vermittlung ihrer Flächen an interessierte Personen. Die Vermittlung erfolgt dabei in der Regel als pachtfreie Überlassung unter dem Motto „Nutzung gegen Pflege“. Dabei pflegen die Pachtenden das Grundstück und dürfen dafür die Fläche und das Obst nutzen.

Interessierte können sich gerne an den LPV wenden. Informationen im Internet unter www.lpv-mkk.de

Foto: PM

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