Im Oktober beginnen umfangreiche Erneuerungsarbeiten an der Hauptbahnhofbrücke

(pm/ea) – Anfang Oktober dieses Jahres beginnen die Bauarbeiten für eine neue Brücke über das Gleisbett des Hanauer Hauptbahnhofs, die eine Querung zwischen Auheimer Straße und dem Kreisel an der Ehrensäule ermöglicht.

Dabei werden zunächst vorbereitende Arbeiten vorgenommen, ehe im Dezember 2024 der tatsächliche Abbruch des ersten von zwei Teilabschnitten der Bestandsbrücke erfolgt. Insgesamt dreieinhalb Jahre wird es dauern, bis das neue Bauwerk fertiggestellt ist. Die neue Brücke wird breiter und höher sein als die Bestandsbrücke und damit dem aktuellen sowie dem zukünftigen Bedarf im Bereich Mobilität Rechnung tragen.

Bereits im Jahr 2018 war klar: Die Stadt Hanau benötigt auf lange Sicht einen Ersatzneubau für die Hauptbahnhofbrücke. „Bereits im Jahr 2019 haben wir auf politischer Ebene den Entschluss gefasst, am Hauptbahnhof einen Ersatz zu bauen“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley. Dass ein neues Bauwerk notwendig ist, liegt insbesondere an der Bauweise der Brücke: Die rund 120 Meter lange Straßenüberführung wurde im Entstehungsjahr 1958 mit Spannbeton-Hohlplatten gebaut – zu dieser Zeit eine Seltenheit in Deutschland. Die mangelnde Erfahrung mit diesem Baumaterial führte jedoch dazu, dass teils zu viel Beton in die Hohlräume floss. „Damit wurde die Straßenüberführung schwerer als geplant“, erklärt Markus Henrich, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS). 4525 Tonnen wiegt das aktuelle Bauwerk. Damit und aufgrund weiterer Schäden war sie in den vergangenen Jahren dem rasant gewachsenen Schwerlastverkehr nicht mehr gewachsen. Immer wieder wurden Anpassungen vorgenommen, um Last vom Bauwerk zu nehmen – etwa durch eine einspurige Verkehrsführung. Dennoch: Zu viel Eigengewicht, Abplatzungen an der Unterseite des Überbaus, Korrosion an tragenden Metallteilen und vereinzelt freiliegende Spannglied-Hüllrohre machen einen Brückenneubau unvermeidbar.

Der Bau der neuen Brücke wird für einige Verkehrsteilnehmende spürbare Veränderungen mit sich bringen. Während die Bestandsbrücke über den Verlauf der 120 Meter eine Kurve vollzieht, wird das neue, deutlich höhere Bauwerk geradlinig über die Bahngleise führen. Dadurch entfallen Stützen im Bereich der vorhandenen Gleisanlage – eine wichtige Anforderung der Deutschen Bahn.

Während der Bauzeit müssen Verkehrsteilnehmende einige Einschränkungen hinnehmen. Konkrete Details zu notwendigen Umleitungsstrecken wird die Stadt Hanau rechtzeitig kommunizieren. Vor Juli 2024 ist nicht mit einer Vollsperrung der Strecke zwischen Auheimer Straße und Ehrensäule zu rechnen. Die Fahrtrichtung Steinheim / Westerburgstraße ist von der Auheimer Straße aus kommend während der gesamten Bauphase befahrbar.

Die Bauarbeiten werden auch Auswirkungen auf den Bus- und Individualverkehr haben. Während der Vollsperrung wird der Verkehr umgeleitet. Auch für Bahnfahrende gibt es Änderungen. So wird der Park-and-Ride-Parkplatz P2, der sich zwischen den Gleisen 7 und 101 befindet, während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung stehen.

Im Umkreis rund um den Hauptbahnhof gibt es zahlreiche Park-Möglichkeiten, auf welche während der Bauzeit ausgewichen werden kann:

Hanau Hbf P+R-Parkplatz Boschstraße
DB BahnPark Hauptbahnhof Vorplatz P1
DB BahnPark Hauptbahnhof Güterbahnhofstraße P3 DB BahnPark Hauptbahnhof Vorderseite rechts P4 DB BahnPark Hauptbahnhof Vorderseite links P5 Parkplatz Röderseestraße Parkplatz am Steinheimer Tor Süd

Die Baumaßnahme wird zusätzlich dazu genutzt, auch unterhalb des Bauwerks Veränderungen vorzunehmen. „In den kommenden Jahren wird es einige zusätzliche ÖPNV-Angebote in der Region geben, dazu zählt etwa die Nordmainische S-Bahn oder die Ausbau- und Neubaustrecke Hanau-Gelnhausen-Fulda. Damit einher gehen steigende Anforderungen an unsere Infrastruktur. Diesen Anforderungen begegnen wir zum einen durch den Entfall vieler Stützen im Gleisbereich und zum anderen durch die deutliche Erhöhung des Brückenbauwerks“, so Hemsley abschließend.

Foto: Stadt Hanau / Moritz Göbel

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