17.000 Menschen von Bombenfund in Hanau betroffen – Vinzenz-Krankenhaus muss nicht evakuiert werden

(pm/ea) – Am Donnerstagnachmittag wurde in Hanau eine englische 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, am Sonntagmorgen um 9 Uhr beginnt die Evakuierung des betroffenen Bereiches. Sobald die dort lebenden rund 17.000 Menschen das Gebiet verlassen haben, kann der hessische Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt die Bombe entschärfen.

„Seit die Bombe gefunden wurde, sind eine Vielzahl an vorbereitenden Maßnahmen angelaufen und umgesetzt worden. Eine gute Nachricht in der schwierigen Situation ist, dass das Vinzenz-Krankenhauses nicht evakuiert werden muss. Die Patientinnen und Patienten können sicher in andere Gebäudeteile, in den sogenannten Sprengschatten, gebracht werden“, so Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Wichtig wird am Sonntagmorgen, dass die Hanauerinnen und Hanauer besonnen bei der Evakuierung helfen: Bitte verlassen Sie Ihre Wohnung, Ihr Haus, denn je schneller die Bombe von Sprengmeister Alexander Majunke entschärft werden kann, umso eher können alle wieder nachhause“, so Kaminsky.

Am Sonntag steht den Bürgerinnen und Bürgern ab 8.30 Uhr die August-Schärttner-Halle in der Martin-Luther-King-Straße als Aufenthaltsort zur Verfügung. Die Grundversorgung mit Mineralwasser und Kleinigkeiten zu Essen ist sichergestellt, Essen und Trinken sollte mitgebracht werden. Wer Medikamente nehmen muss, sollte ausreichend für den Tag bei sich führen. Haustiere können aus medizinischen Gründen nicht mitgebracht werden.

Eine Liste der Straßen und Hausnummern des Evakuierungsbereiches ist auf der städtischen Internetseite www.hanau.de zu sehen. Das städtische Bürgertelefon ist unter der Nummer 06181 – 67660 2000 zu erreichen – am Samstag zwischen 8 und 20 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr bis die Entschärfung beendet ist.

Am Sonntag beginnen um 9 Uhr die Straßensperrungen. Während der Sperrung werden zahlreiche Buslinien umgeleitet oder entfallen. Der Haltestellen ZOB Freiheitsplatz, Marktplatz, Leimenstraße, Westbahnhof, Heumarkt, Paul-Ehrlich-Straße, Klinikum, Rosenau, Alter Rückinger Weg, Schwedenstraße und alle weiteren Haltestellen innerhalb des Sperrbereichs können nicht angefahren werden. Zudem sind im gesamten Stadtgebiet Verkehrsbehinderungen und Verspätungen im Busverkehr zu erwarten. Detaillierte Information zu den Linien der Hanauer Straßenbahn HSB und weitere Bussen sind auf Hanau.de zu sehen. Auch der Zugverkehr ist betroffen, so wird der Fernverkehr am Sonntag über Offenbach umgeleitet. Für den Zug-Nahverkehr gilt, dass auf der Strecke Hanau-Frankfurt die Haltestellen Maintal-Ost, Maintal-West, Mainkur, Wilhelmsbad ab 12 Uhr nicht angefahren werden. Diese Regelung gilt bis zum Abschluss der Entschärfung.

Da der Congress Park Hanau (CDP) in der Evakuierungszone liegt, ist das Konzert „Heimat-Hafen“ mit dem Bridges-Kammerorchester am Sonntag abgesagt. Ein Nachholtermin findet nicht statt, erworbene Karten können dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Das Heinrich-Fischer-Bad bleibt am Sonntag geschlossen, das Lindenau-Bad in Großauheim hat geöffnet. Gottesdienste können am Sonntag in dem Sperrbereich nicht stattfinden. Die Auswirkungen des Bombenfundes auf dem Teichwegareal in der Rosenau im Stadtteil Nordwest sind für die Bewohnerinnen und Bewohner von fünf Altenheimen schon am Samstag spürbar: Sie verlassen die Altenheime Martin-Luther, Stadtteilzentrum an der Kinzig, Elisabethenhaus, Domicil Nordstraße und Wohnstift Lortzingstraße und werden in Notunterkünfte gebracht, die der von OB Kaminsky einberufene Krisenstab am Freitag definiert und vorbereitet hat. Sie werden von Rettungskräften ins Bürgerhaus Wolfgang, Underwood und die Mehrzweckhalle Lindenau gebracht und dort versorgt.

 

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