Großer Einsatz bleibt unbelohnt

(pm/ea) – Am 3. und 4. Adventswochenende stand für die Floorball-Mannschaften der TSG Erlensee noch einmal ein volles Programm zum Jahresabschluss an. Nur die Kleinfeld-Herren waren nicht gefordert.

Den Anfang machte die 1. Mannschaft am 10. Dezember gegen den ungeschlagenen Tabellenführer vom FC Stern München. Vor heimischer Kulisse wollte das Team den Schwung aus dem ersten Saisonsieg gegen Ingolstadt mitnehmen und gegen das Spitzenteam der Liga bestehen. Ab der ersten Minute nahmen die Erlenseer den Kampf an und machten den Münchnern schnell klar, dass sie sich nicht abschießen lassen wollen. Nach dem ersten Drittel führte München nur mit 3:2. Auch im zweiten Drittel zeigte sich ein unverändertes Bild: Der FC Stern hatte zwar mehr Ballbesitz und versuchte sein Kombinationsspiel aufzuziehen, doch die TSGE war physisch präsent in den Zweikämpfen und über Konter stets brandgefährlich. In den letzten zehn Minuten des zweiten Spielabschnittes gelangen den bayrischen Gästen jedoch fünf Treffer, bei nur zwei Toren der Heimmannschaft. Mit dem Zwischenstand von 5:9 ging es in die letzte Pause. Im letzten Drittel warf die TSGE noch einmal alles rein und versuchte, noch etwas Zählbares aus dem Spiel mitzunehmen, doch München konterte immer wieder mit eigenen Treffern. Am Ende stand ein 8:13 auf der Anzeigetafel. „Am Ende haben wir München zu viele einfache Tore ermöglicht. Trotzdem haben wir, gerade im körperlichen Bereich, stark gespielt und sehr gut dagegengehalten. An diese Leistung gilt es in den nächsten Saisonspielen anzuknüpfen“, bilanziert Kapitän Johannes Herrmann.

U13 und U17 kämpfen aufopferungsvoll gegen Frankfurt Falcons

Am 11. Dezember traf die U13-Mannschaft der TSGE in Frankfurt zweimal auf die gastgebenden Frankfurt Falcons. Ziel war es, gegen die noch sieglosen Falcons den ersten Saisonsieg zu feiern. Leider musste sich das Team rund um seine Trainer Lea Borchers, Manuel Helmer und Nelia Müller am Ende zweimal geschlagen geben (3:10 & 4:10). Im ersten Spiel gegen die Erlenseer zwar schnell mit 2:0 in Führung, doch die Falcons drehten die Partie und konterten auch den erneuten Ausgleich der TSGE mit zwei weiteren Treffern kurz vor Ende der 1. Halbzeit (Pausenstand 3:5). Ein weiteres Tor der Frankfurter, direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit, war die Vorentscheidung und brachte die Falcons endgültig auf die Siegerstraße. Bis zum Spielende bauten die Gastgeber ihre Führung aus und gewannen am Ende mit 10:3. Im zweiten Spiel machten die Falcons da weiter, wo sie im ersten Spiel aufgehört hatten und führten zur Pause mit 5:1. In der zweiten Hälfte versuchte die TSGE U13 noch einmal alles, kam besser ins Spiel und konnte immerhin drei eigene Treffer erzielen. Frankfurt war jedoch, wie im ersten Spielabschnitt, fünf Mal erfolgreich und brachte den 10:4-Sieg am Ende über die Zeit. „Die beiden Niederlagen sind natürlich bitter, aber man merkt einfach, dass unser echtes U13-Training in der Erlenhalle zu oft ausfällt. Es ist schwer, sich mit ein bis zwei Trainings pro Monat weiterzuentwickeln. Hoffentlich verbessert sich die Hallensituation im neuen Jahr“, appelliert das Trainerteam an die Stadt.

Am vierten Adventswochenende traf auch die älteste Nachwuchsmannschaft der TSGE, die U17, auf die Frankfurt Falcons. In der heimischen Großsporthalle wollte das Team mit einem Sieg gegen die direkte Konkurrenz den Anschluss an die Tabellenspitze herstellen. Mit nur fünf Feldspieler kämpfte das Team aufopferungsvoll gegen die stark besetzten Falcons und lag zur Pause nur mit einem Treffer hinten (4:5). Vier schnelle Gegentreffer, direkt zu Beginn der zweiten Hälfte, waren aber am Ende zu viel. Allerdings ließ das Team zu keinem Moment den Kopf hängen und kämpfte sich mit einer grandiosen Aufholjagd zurück ins Spiel. Gut vier Minuten vor dem Ende war die Führung der Falcons auf ein Tor geschmolzen (9:10). Durch einen Überzahltreffer zwei Minuten vor Schluss konnten die Frankfurter den Sieg letztendlich über die Ziellinie retten (Endstand 9:11).

Damen schnuppern an der Sensation

Zum Abschluss des Jahres 2022 wartete am vierten Advent noch ein ganz besonderes Highlight auf die Damenmannschaft der TSGE: Im Pokalachtelfinale traf das Team auf den UHC Sparkasse Weißenfels aus Sachsen-Anhalt. Weißenfels spielt seit Jahren in der 1. Bundesliga und konnte in der Vergangenheit acht Meisterschaften und fünf Pokalsiege feiern. In der laufenden Bundesliga-Saison belegt das Team zur Winterpause den fünften Tabellenplatz der 1. Floorball-Bundesliga.

Dennoch wollten die Erlenseer Damen mutig auftreten, die Sensation perfekt machen und erstmals ins Viertelfinale einziehen. Von Anfang an spielte das Team rund um Trainer Niklas Grünewald gut mit und versteckte sich nicht. Im ersten Spielabschnitt hatten die TSGE-Damen gute Chancen, doch sie verpassten es, einen Treffer zu erzielen. Weißenfels war vor dem Tor abgeklärter und so ging es mit einem 0:2 in die Drittelpause. Ein Treffer von Eileen Traxel in der 25. Spielminute ließ den Knoten endgültig platzen und brachte die gut gefüllte Halle ein erstes Mal zum Beben. Nur 38 Sekunden später glich Lea Berg mit einem Schuss aus der zweiten Reihe zum 2:2 aus. Mit diesem Treffer waren die TSGE-Damen endgültig im Spiel angekommen. Weißenfels reagierte und verteidigte nun kompakter in der eigenen Hälfte, trotzdem erspielten sich die Erlenseerinnen hochkarätige Chancen im Minutentakt, scheiterten jedoch entweder am Aluminium oder an der glänzend-aufgelegten Torhüterin der Weißenfelserinnen. Im Stile einer Spitzenmannschaft gingen die Gäste dann knapp sechs Minuten vor Ende des Drittels erneut in Führung. Mit dem Stand von 2:3 aus Sicht der TSGE ging es in die zweite Pause. In der Kabine schwor sich das Team noch einmal ein und wollte alles reinhauen, um das Spiel noch zu drehen. Allerdings startete Weißenfels mit zwei schnellen Toren perfekt ins letzte Drittel (2:5). Die TSGE-Mädels ließen nichts unversucht und glaubten weiter an den Sieg, doch der Ball wollte an diesem Tag einfach nicht reingehen. Zwei Weißenfelser-Treffer in der letzten Spielminute besiegelten am Ende die 2:7-Niederlage. Kapitänin Lea Borchers ist, trotz der Niederlage, stolz auf ihr Team: „Wir haben gezeigt, was wir als Team zusammen schaffen können und welche Entwicklung wir gemacht haben.“

Trainer Niklas Grünewald fügt an: „Ich bin mir sicher, dass alle Spielerinnen in ein paar Tagen mit stolz auf das Spiel zurückblicken können. Natürlich schmerzt die Niederlage im ersten Moment, aber wir haben alles reingehauen und wer hätte vor anderthalb Jahren gedacht, dass wir so gut gegen Weißenfels mithalten können. Wir sind auf einem guten Weg! Wir wünschen allen Spielern, Trainern, Sponsoren, Helfern und Fans erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr – wir sehen uns am 14. Januar zum Heimspiel gegen Rennsteig in der Großsporthalle!“

Fotos: Wolfgang Racek

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