Bundesforstbereich des Fliegerhorstes ökologisches Highlight

(ms/ea) – Was gibt es Neues zu berichten aus dem „grünen Teil“ des Fliegerhorstes? – Erlensee Aktuell hat bei Matthias Pollmeier vom Bundesforstbetrieb Schwarzenborn der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben nachgefragt.

Die Patriot-Raketenstellung liegt vorerst weiterhin brach. Sie ist Teil der geplanten großen Ersatzaufforstungsfläche für die ICE-Neubaustrecke Ffm.-MA und wird nach Planfeststellung komplett zurückgebaut, renaturiert und in Wald überführt.

Die vorgesehene Waldentwicklungsfläche im kompletten Osten des Fliegerhorstes soll eine Fläche von künftig 40 ha haben.

Geplant ist eine natürliche Waldentwicklung mit nur wenigen Initialpflanzungen durch Bundesforst. Der dort entstehende Wald soll gleichzeitig ein Eldorado für seltene Arten werden – Naturschutz steht bei der geplanten Waldentwicklung an allererster Stelle.

„Wir stellen uns wärmeliebende und klimaplastische Baum- und Straucharten für diese Fläche vor. Wichtig ist, dass die Waldentwicklung sanft und behutsam über viele Jahre erfolgt“, informiert Matthias Pollmeier.

Das Recycling-Material, welches auf der Landebahn zwischengelagert wird, ist für den Aufbau des Rettungswegesystems (BOS-Wege) gedacht. Die Planungen für diese BOS-Wege ziehen sich erwartungsgemäß weiter in die Länge – zu dicht ist das Regelungsnetzwerk des Bundes für ein Vorhaben auf einer Fläche mit Langzeitzünder-Bomben.

„Leider ist der Markt an Kampfmittelräumfirmen wie leergefegt, sodass wir hier nicht so schnell weiterkommen, wie wir gehofft haben“, so Pollmeier.

Unterdessen entwickelt sich die Natur auf dem Fliegerhorst prächtig. Auf einigen Flächen fühlen sich Wiesenpieper, Schwarzkehlchen und Neuntöter sehr wohl. Das zeigt uns, dass das Ökosystem auf den weitläufigen Flächen des ehemaligen Flugplatzes in Ordnung ist. Die Rinder sorgen durch ihre Beweidung vor allem im Nordwesten der Landebahn für einen großen Artenreichtum bei Insekten und in der Vogelwelt – nachts profitieren zahlreiche Fledermäuse zusätzlich vom dortigen Nahrungsangebot! Kurzum: Der Fliegerhorst ist ein ökologisches Highlight um Hanau.

„In Kürze beraten Bundesforst mit Bürgermeister Stefan Erb und Vetretern der Stadtverwaltung zum weiteren Vorgehen und zur weiteren Entwicklung der Flächen auf dem Fliegerhorst“, wie Matthias Pollmeier abschließend berichtet.

Fotos: Benjamin Thoran

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