Der Blick durch die Satirebrille: „Rieke-Sophie, Karl und Willi reden über Erlensee und den Rest der Welt“

Es wirkt manchmal Wunder, einen Blick durch die Satirebrille zu werfen, um die Wahrheit dahinter besser erkennen zu können. Sofern es eine gibt. Rieke-Sophie, Karl und Willi gestatten es den Leserinnen und Lesern von Erlensee Aktuell, ab und zu ihren Gesprächen zu lauschen. Heute geht es um die persönlichen Duschvorlieben.

Rieke-Sophie: Guten Morgen, Karl. Wo ist denn Willi, der ist doch sonst auch schon hier auf dem Platz?

Karl: Morsche, mei Mädsche. Vielleicht isser unner seiner Dusch ertrunke.

Rieke-Sophie: Wie kommst Du denn auf so etwas?

Karl: Na, weil der doch immer grad es Gegenteil von dem tut, was grad in is.

Rieke-Sophie: Verstehe ich nicht.

Karl: Ei mer soll doch nur noch ganz wenig dusche, die eine sache, sie habbe elf Minute Zeit, annere packe es in drei Minute. Spare is angesacht, un da macht der doch net mit, der olle Intrigantewilli.

Willi: Einen wunderschönen guten Morgen, die Herrschaften. Oder auch neuerdings Frauschaften, wenn man sich dem Zeitgeist beugen würde.

Rieke-Sophie: Dem Zeitgeist beugen? Das machst DU ja gerade nicht, wie ich von Karl hören musste.

Willi: Was hat denn der Dummschwätzer wieder erzählt?

Karl: Nur die Wahrheit über dei Energieverschwenderei.

Willi: ICH verschwende keine Energie, ich setze diese nur vernünftig ein und lasse mich nicht von Weltuntergangspropheten belehren oder ideologisch verblenden.

Rieke-Sophie: Karl hatte Sorge, dass Du unter der Dusche ertrinken könntest.

Willi: Ich dusche, solange ich will. Punkt.

Karl: Ja aber Willi, wir müsse doch all spare. Die Sache is ernst.

Willi: Aber nicht beim Duschen. Du kannst Dich ja mit deinen feuchten Tüchern abwischen, ich möchte nicht stinkend herumlaufen.

Rieke-Sophie: Jetzt haltet mal den Ball flach. Jeder muss doch vernünftig mit Energie umgehen. Wir haben jetzt sogar zwei Gründe, kürzer und weniger zu duschen: Einmal, um Gas einzusparen und einmal, um Wasser zu sparen.

Willi: Das ist doch Unsinn mal 10 hoch 25 im Quadrat. Je weniger Wasser in die Kanäle fließt, umso mehr muss man diese nachspülen, damit sie nicht versanden und verstopfen, vom Geruch her gar nicht zu reden. Außerdem wird mein Wasser mit meiner Ölheizung erwärmt und nicht mit Gas. Wenn ich aufhöre, mit warmen Wasser zu duschen, wird nicht ein Molekül Erdgas eingespart.

Karl: Annere fahrn ans Meer, um sich abzuspüle.

Willi: Und müssen beim Wechselduschen zwischen Nord- und Ostsee pendeln.

Rieke-Sophie: Auch wenn bei Euch ja Hopfen und Malz verloren ist, werde ich mich trotzdem weiterhin um Nachhaltigkeit bemühen.

Karl: Wie lang hält bei Dir so e Duscherei?

Rieke-Sophie: Ich dusche täglich kurz, im Wechsel warm und kalt von den Füßen bis zum Nabel.

Willi: Was heißt denn „kurz“?

Rieke-Sophie: Auf die Uhr schaue ich nicht beim Duschen.

Karl: Sowas gabs früher alles gar net. Da war mer froh, wenn mer a Klo in de Stubb hat. Bis Anfang der 70er gabs in de Gast noch Plumpsklo uffm Hof. Da kam dann de Frischkorn und hats ausgepumpt.

Willi: Deswegen soll man die Errungenschaften der Technik auch genießen.

Rieke-Sophie: Aber man muss doch auch an die Zukunft denken.

Karl: Ei des mache mer doch. Mir erzähle dir, wie es früher war un so kannste sehn, wie es bald widder wird, wenns so weitergeht. Immer gings nur berguff, die Leut wurde all bequemer, alles läuft mit dene piep-piep-Dinger rum und jetzt uff einmal merke se, dass mer a warm Stubb und was zu esse ham muss.

Rieke-Sophie: Da läuft es ja einem heiß und kalt den Buckel herunter, wenn man euch zuhört.

Willi: Weißt Du, was dagegen hilft? WECHSELDUSCHEN!

 

 

 

 

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