Renaturierung im Bundesforstbereich des Fliegerhorstes geht weiter

(ms/ea) – Was gibt es Neues aus dem „grünen Teil“ des Fliegerhorstes? – Erlensee Aktuell hat bei Matthias Pollmeier vom Bundesforstbetrieb Schwarzenborn der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben nachgefragt.

Der Frühling naht und die Natur auf dem ehemaligen Fliegerhorst Erlensee bereitet sich auf den Laubaustrieb vor.

Auf dem Titelfoto erkennt man das weitläufige Offenland nördlich der ehemaligen Landebahn, welches von Galloways beweidet wird und artenreich ist.

Dort sind übrigens seltene Vogelarten unterwegs: Feldschwirl, Wiesenpieper, Schwarzkehlchen und Neuntöter sind einige prominente Vertreter. Nachts kommen hier auch die Fledermäuse vorbei, um auf Jagd zu gehen: Wasserfledermaus, Rauhautfledermaus und Breitflügelfledermaus sind hier häufig anzutreffen.

Damit den Rindern im Winter zusätzliche notwendige Heugaben angeboten werden können, ist am Rande der Fläche (nicht mehr mitten drin wie früher) eine artgerechte Raufe und ein Fang-/Behandlungsbereich installiert.

Auf diese Weise werden Vorgaben aus Veterinärmedizin mit naturschutzfachlichen Zielen vor Ort verbunden.

Das Foto zeigt eindrücklich den ehemaligen Bunker- und Abstellbereich im Westen des Rollfeldes.

Dort geht die Renaturierung weiter, der massive Zaun um diesen Bereich ist schon entfernt worden. Das Ziel: Der ganze Bereich soll mit Hilfe der Deutschen Bahn als Aufforstungsfläche renaturiert werden. Dazu müssen weitere Flächen entsiegelt und renaturiert werden. Ob Bundesforst diesen Bereich bepflanzt oder ob die Natur sich Ihren Bereich allein zurückerobern soll, steht heute jedoch noch nicht fest.

Gute Aussichten: Die Planungen für das BOS-Wegenetz laufen auf Hochtouren – der erste Schritt ist die hierfür notwendige Entmunitionierung. Die Ausschreibungen hierzu werden derzeit erarbeitet – BImA hat mit der GESA in diesem Projekt einen verlässlichen Partner und 2022 fällt der Startschuss für sichere Rettungswege rund um den Fliegerhorst.

„Mir ist zu Ohren gekommen, dass Ideen zur Projektierung von PV-Freiflächenanlagen auf der ehemaligen Landebahn und angrenzenden Flächen im Raum stehen. Hierzu möchte ich gerne mitteilen, dass die BImA-Flächen aus verschiedenen Gründen für diese Nutzung nicht zur Verfügung stehen. Einerseits sind alle Restflächen des Konversionsbereiches Ausgleichsflächen für die Bebauungsplanungen innerhalb des Gewerbegebietes sowie für die DB Netz AG vorgesehen. Sie unterliegen damit rechtlichen Bindungen, die eine anderweitige Nutzung deshalb ausschließen. Andererseits sind die naturschutzfachlichen Wertigkeiten der unbebauten Bereiche (Extensivwiesen, Feuchtgebiete, ökologisch hochwertige Altholzbereiche) so hoch, dass eine Beeinträchtigung der dort vorkommenden Arten und Lebensräume durch Bauvorhaben von vorn herein ausgeschlossen ist“, so Matthias Pollmeier abschließend.

Fotos: Benjamin Thoran

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