Ausgelaufener Diesel beschäftigt Bruchköbeler Feuerwehr am Sonntagmittag – Verkehrsteilnehmer ignorieren Absperrung

(pm/ea) – Ein PKW verschmutzte am Sonntagmittag im Süden von Bruchköbel auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern die Fahrbahn mit Dieselkraftstoff. Die Feuerwehr benötigte knapp zwei Stunden, um den ausgetretenen Kraftstoff zu binden. Während der Arbeiten durchfuhren zwei Fahrzeuge die Absicherung und bogen kurz vor einer Feuerwehrfrau in eine Seitenstraße ein.

Wie die Feuerwehr weiter berichtet, entdeckte gegen 11:30 Uhr ein Passant die Kraftstoffspur zunächst am Kirleweg und verständigte die Feuerwehr. Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde klar, dass sich die Verunreinigung nicht nur auf der Kirleweg beschränkte. „Wir sind die Spur abgefahren. Startpunkt war der Parkplatz am Fußballplatz, vor dort führte die Dieselspur durch den Kinzigheimer Weg, den Kirleweg nach Norden und durch die Hainstraße bis in die Haagstraße. Dort hatte der Verursacher dann sein Fahrzeug abgestellt und war zu Fuß weiter gegangen“, erklärte der Einsatzleiter. Die Polizei machte den Fahrer zügig ausfindig und untersagte ihm die Weiterfahrt mit dem Fahrzeug. Ein Abschleppdienst brachte den Wagen in die Werkstatt.

Die Feuerwehr benötigte unterdessen rund zwei Stunden und viele Säcke Ölbindemittel, um den ausgelaufenen Diesel aufzunehmen. An der Kreuzung Kirleweg/Ludwig-Erhardt-Straße, wo eigens die Fahrbahn mit Verkehrsleitkegeln vom verbleibenden Verkehrsraum abgesichert wurde, nahmen gleich zwei Fahrzeuge eine Abkürzung mitten durch die Einsatzstelle. „Dem Motorradfahrer und das ihm folgende Auto war es offenbar egal, dass sie dabei dicht zwischen den arbeitenden Einsatzkräften durchfuhren“, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Die Kennzeichen wurden der Stadtpolizei übergeben, die sich nun weiter um die Angelegenheit kümmert. Verletzt wurde niemand.

Foto: Thoran, FF Stadt Bruchköbel-Innenstadt

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