Kommunalwahl am 14. März 2021: Erlensee Aktuell fragt – Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD antworten

(ms/ea) – Zur Kommunalwahl am 14. März 2021 hat Erlensee Aktuell die zur Wahl stehenden Parteien Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD zu aktuellen Themen in Erlensee befragt. Die Antworten werden täglich veröffentlicht. Heute das Thema Vereine und Kultur.

Geantwortet haben die Parteivorsitzenden der drei Parteien:

Für Bündnis 90 / Die Grünen: Renate Tonecker-Bös und Dieter Nentwig, für die CDU: Birgit Behr und für die SPD: Birgit Reuhl.

Vereine und Kultur

 

Welche konkreten Vorschläge haben Sie zur Förderung von Vereinen, die zudem von den Folgen der Pandemie noch stark betroffen sein werden?

 

Bündnis 90 / Die Grünen:

Corona hat alle getroffen: Wirtschaft, Vereine, Schulen, Familien, Kinder und Jugendliche. Diese Pandemie kann nur durch gemeinschaftliches Handeln bewältigt werden. Erlensee hat die Vereine vor Corona unterstützt und soll es unserer Meinung nach auch nach der Pandemie tun. Wir wissen, dass durch die Pandemie das Vereinsleben zum großen Teil zum Erliegen gekommen ist und wir wollen die Vereine bei einem Neustart unterstützen.

CDU:

Vereine leben in finanzieller Sicht in der Regel von ihren Veranstaltungen. Am Ende der Pandemie sollten alle diese wieder zahlreich besuchen. Natürlich steht im Moment weitgehend das Vereinsleben still, dennoch sind hier persönliche Existenzen nicht gefährdet wie z. B. bei etlichen Gewerbebetrieben.

SPD:

Unsere nicht unbeträchtliche Unterstützung liegt in der Vorhaltung einer guten Infrastruktur für die Vereine. Wir setzen alles daran, die Hallen weiter kostenlos für Übungsstunden zur Verfügung stellen zu können. Und unser Schwimmbad für das Vereinsschwimmen sowie die Schwimmunterricht erhalten zu können. Diese beiden Positionen stellen keine unbeträchtlichen Posten im städtischen Haushalt dar. Die Mittel für die direkte Vereinsförderung müssen sukzessive weiter aufgestockt werden. Die Umsetzung des Beschlusses, der auf einen Antrag der Grünen zurückgeht, einen Kulturbeirat ins Leben zu rufen, unterstützen wir.

 

Nach der Corona-Pandemie wird es unter anderem wieder ein Stadtfest geben. Wie stehen Sie Ideen gegenüber, weitere Veranstaltungen anzubieten und in welchem Rahmen könnten diese stattfinden?

 

Bündnis 90 / Die Grünen:

Wir hoffen, dass das gesellschaftliche Leben nach der Pandemie wieder hochfährt. Wir freuen uns, wie schon in der Vergangenheit, auf unsere Stadtfeste, unser Hof- und Gassenfest in Langendiebach und viele Vereinsfeste.

CDU:

Ich stelle mir vor, dass es auch regelmäßig kleinere Veranstaltungen geben könnte. Zum Beispiel könnte samstags während des Wochenmarktes entweder eine musikalische oder eine andere künstlerische Darbietung geboten werden. Unsere Bürgerhäuser könnten abends für Musik oder Schauspiel genutzt werden. Der neue Limespark könnte nach seiner Fertigstellung auch mal dem einen oder anderen bekannten Künstler eine Plattform bieten, zumal dort auch Gastronomie entstehen wird. Es gibt viele Möglichkeiten. Dazu braucht es natürlich finanzielle Mittel und Personen, die sich für die Organisation zur Verfügung stellen.

SPD:

Es ist von städtischer Seite her besser, die Kapazitäten in einer großen, dafür aber gut besuchten Veranstaltung zu bündeln.

Wir freuen uns aber auf die Zeit, in der auch die Vereine ihre kleinen Feste wieder anbieten werden. Seien es die Feuerwehr, das Blütenfest, der OGV, der Vogelschutzpark, die Fußballer, die Parteien, das Hof- und Gassenfest u.v.m. Davon lebt unsere Stadt. Die Vereine wissen, dass sie sich auf die Unterstützung des Bauhofs, wenn es drauf ankommt, immer verlassen können.

 

Welche Möglichkeiten sehen Sie, Kulturvereine und kulturelle Veranstaltungen zu fördern?

 

Bündnis 90 / Die Grünen:

Kunst und Kultur bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit nach der Pandemie. Aus diesem Grund haben Bündnis90/ die Grünen erfolgreich gefordert, in Erlensee einen Kulturbeirat einzurichten, um kulturelle Veranstaltungen zu fördern und zu koordinieren. Diesem Kulturbeirat sollten interessierte Bürger und Bürgerinnen ebenso angehören wie Kulturschaffende und die Stadt.

CDU:

Im ersten Schritt sollte ein Kulturring gegründet werden, dessen Mitglieder aus Kommune, Politik, Gewerbe und Bürgern bestehlt. Hier könnten die Planungen und die Akquise der finanziellen Mittel erfolgen. Denn nur allein mit städtischen Mitteln kann kein breit gefächertes Kulturprogramm entstehen. Hier sollten auch die ortsansässigen Firmen ihre Unterstützung geben. Ebenso private Spender.

SPD:

Wir haben die Einführung eines Kulturbeirates mitbeschlossen und hoffen nun, dass sich auch Aktive finden werden, hier ehrenamtlich mitzuarbeiten. Kultur im Sinne von Theater und Kunst ist kein großer Schwerpunkt in Erlensee und dies lässt sich auch politisch nicht erzwingen. Die ein oder andere kulturelle Veranstaltung findet dann ja doch ihren Weg in eine unserer Hallen. Hier leistet neben unseren Vereinen auch das Team der Bücherei seinen Beitrag, indem dort immer wieder Lesungen angeboten werden.

 

Die Interview-Reihe wird unter www.erlensee-aktuell.com/category/erlensee/kommunalwahl21/ archiviert.

 

 

 

 

 

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