„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

(pm/ea) – Schon seit vielen Jahren nimmt die Georg-Büchner-Schule Erlensee am bundesweiten Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ teil.

Bis zum ersten großen Corona- Lockdown im März 2020 gab es dazu immer wieder kleinere Projekte an der Schule, so zum Beispiel der Besuch von Veranstaltungen gegen rechte Gewalt, die Teilnahme an Workshops und nicht zuletzt eine schulweite Plakataktion anlässlich des schockierenden Anschlags in Hanau im vergangenen Jahr. Seit Sommer 2020 gibt es „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts erstmals auch als echtes Unterrichtsfach. Verschiedene Themenfelder wie Diskriminierung, Rassismus, Gewalt, Zivilcourage, etc. werden darin von rund 15 Neuntklässlern projektartig digital bearbeitet.

Der besondere Clou an der Sache ist freilich die Zusammenarbeit mit einer Partnerschule in Südamerika. Die federführende Lehrkraft Nida Karabayir hatte vor einiger Zeit den Kontakt zum „Colégio Martinus“, der Partnerschule in Curitiba, Brasilien geknüpft. Das Colegio Martinus ist eine sogenannte „PASCH“- Schule. Die Abkürzung „PASCH“ steht für „Schulen: Partner der Zukunft“ und ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes, in Kooperation mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst. Grundsätzlich geht es bei „PASCH“ darum, Begeisterung für die deutsche Sprache zu wecken und Menschen in aller Welt zum Deutschlernen zu motivieren. So wird auch bei den virtuellen Treffen der deutschen und brasilianischen Schülerinnen und Schüler durchweg deutsch gesprochen – und man ist überrascht, wie gut die brasilianischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Sprache bereits beherrschen. Neun Videokonferenzen gab es bereits, in denen sich die Schülerinnen und Schüler über erlebten Rassismus und gelebte Courage in ihren Heimatländern austauschen konnten. Für das zweite Schulhalbjahr sind weitere Online-Treffen in Planung und werden selbst in Zeiten von Corona gut umsetzbar sein.

Alle Beteiligten sind sich einig: Das Projekt ist international, innovativ und Irgendwie typisch für die GBS!

Bericht: Nida Karabayir und Philip Lauber

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