Bald beginnt die Freibad-Saison in Hanau

(pm/ea) – Zum Sommerferienbeginn öffnen in Hanau das Lindenau-Freibad spätestens am Montag, 6. Juli, und die Außenbecken des Heinrich-Fischer-Bads spätestens eine Woche darauf, wie die Stadt in einer Pressemitteilung informiert.

Schwimmhalle und Gymnastiksaal des Heinrich-Fischer-Bads stehen ebenfalls vom 6. Juli an zur Verfügung – das Hallenbad allerdings ausschließlich für das Training heimischer Schwimmvereine, DLRG und Kurse des Aqua Fitness Clubs. Der Saunabereich des Heinrich-Fischer-Bads öffnet ab 14.Juli. „Die Vorbereitungsarbeiten für eine Saison unter Corona-Regeln laufen auf Hochtouren. Zum Glück hat es in den Freibecken nach dem Ablassen des Winterwassers keine unliebsamen Überraschungen gegeben, sodass wir gut im Zeitplan liegen“, sagt Uwe Weier als Geschäftsführer der Hanau Bäder GmbH.

Die Hanauer Freibäder sind in den hessischen Sommerferien im Zweischichtbetrieb von 6.30 Uhr (samstags und sonntags 8 Uhr) bis 13 Uhr geöffnet und von 14 bis 20 Uhr. In der Mittagspause reinigt die städtische Bädergesellschaft Sanitäranlagen, Umkleiden, Beckenumgänge und Handläufe. Daher sind die Freibäder und die Sauna von 13 bis 14 Uhr geschlossen.
Gereinigt und desinfiziert werden auch die Durchgangsbecken mit Kaltwasserduschen. „Was berührt werden kann, wird gereinigt und desinfiziert“, erläutert Weier. Das geschieht nach der Bäderschließung abends nochmals.

Für das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln bedarf es mindestens doppelt so viel Personal wie in einer Saison ohne Pandemie. Diese Zusatzkräfte sind auch nötig, um an den Eingangskassen die anderthalb Meter zwischen den wartenden Badegästen zu wahren und die dort herrschende Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung zu kontrollieren.

Die Einlass-Situation will die Bädergesellschaft mit einem zusätzlichen Online-System für Eintrittskarten entzerren. Die übliche Kassenzahlung bleibt bestehen, „um Menschen ohne Internet oder mit Hemmschwellen beim Umgang damit nicht auszuschließen“, so Weier. Badegäste mit weiterhin gültigen Mehrfach- und Jahreskarten müssen nicht im Internet buchen. Kontaktdaten werden erstmal erfasst und später gemäß Datenschutz wieder gelöscht.

Der Bäder-Geschäftsführer geht davon aus, „dass nur in seltenen Fällen die große Zahl der Badegäste uns dazu zwingt, über die festen Online-Buchungen hinaus Badegäste mit Eintrittszahlung an der Kasse erst mal warten lassen zu müssen, bis unsere Obergrenze im Freibad wieder unterschritten ist“. Die maximale Besucherzahl im Heinrich-Fischer-Bad draußen beträgt dabei pro Schicht bis zu 2000 Gäste , Im kleineren Lindenau-Bad liegt die Höchstquote bei bis zu 1000 Gäste pro Schicht.

Wie errechnen sich diese Zahlen? Die Vorgaben der Landesregierung besagen, dass im Becken wie auf den Liegewiesen fünf Quadratmeter pro Badegast anzulegen sind, um den nötigen Mindestabstand zu wahren. Da die Freiflächen großzügig bemessen sind, sieht Weier dort „keine Probleme sich zu nahe zu kommen“. Außerdem hat die Bädergesellschaft während der Sommersaison durchgängig in beiden Freibädern einen Sicherheitsdienst und zu Stoßzeiten die ehrenamtlichen Helfer der DLRG mit im Einsatz. Für den Verzehrverkauf ausschließlich im Freien verlange die Bäder GmbH vom Gastronomiebetreiber ein eigenes Hygiene- und Abstandskonzept. Und in den Becken ist im Einbahn-Kreisverkehr zu schwimmen statt in Bahnen; dementsprechend sind die Wasserflächen eingeteilt.

Weier hat „im Grunde auch keine Bedenken, dass sich zu viele Menschen im Wasser aufhalten“. Die Erfahrung zeige speziell an heißen Tagen, dass sich dann nur rund 20 Prozent aller Badegäste gleichzeitig in den Becken befänden, während die anderen etwa 80 Prozent vorrangig auf den Freiflächen im Bad anzutreffen seien, in den Sanitäranlagen, an Verkaufsständen für Essen und Trinken, beim Eintreffen im Schwimmbad oder auf dem Heimweg. Selbst Tischtennis ohne Doppel sowie wahrscheinlich auch die Bezahl-Trampoline, in denen immer nur ein Badegast hüpfen darf, ermöglichten „Freizeitvergnügen wie eh und je“. Der Sand auf den Spielplätzen werde rechtzeitig bis zur Eröffnung aufgearbeitet und teilweise sogar ausgetauscht.
Alle Becken sind zugänglich. Nur Rutschen, Wasserattraktionen wie z. B. Spritzdüsen in beiden Freibädern und der Sprungturm im Heinrich-Fischer-Freibad bleiben gesperrt. Weier erläutert das so: „Alles was sprudelt, spritz und Nähe erzeugt, ist zu vermeiden.“ Nicht erlaubt sind zudem Wasserspielgeräte, während Schwimmhilfen gestattet sind. Für Männer und Frauen ist jeweils nur ein begrenzter Umkleidebereich und eine reduzierte Anzahl an Toiletten geöffnet.

Ebenfalls eingeschränkt ist der Saunabetrieb im Heinrich-Fischer-Bad: Dampf- und Biosauna sowie der Eisbrunnen bleiben außer Betrieb. Die Temperatur in der Rindenhütte sowie in der Waldhaussauna wird erhöht. Aufgüsse mit Wedeln sind wegen des Infektionsschutzes tabu.

Zu den Vorbereitungsarbeiten zählen derzeit das Endreinigen des Sportbeckens und der Austausch weniger beschädigter Fliesen am Nichtschwimmer-Becken des Heinrich-Fischer-Bads. Im Lindenau-Freibad hat der Zufluss von Frischwasser in die Becken bereits begonnen; das dauert einige Tage. Letztlich ist das Badewasser zu beproben, damit es frei von Keimen ist. Und es soll sich durch die Sommersonne schon erwärmen, ehe der „Badespaß im Ausnahme-Alltag beginnen kann“, so Weier abschließend.

Foto: Stadt Hanau

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