Hanau gedenkt der Opfer des 19. März

(pm/ea) – Durch einen alliierten Fliegerangriff wurde Hanau am 19. März 1945 in Schutt und Asche gelegt. Nur 20 Minuten dauerte der Nachtangriff, der die historische Innenstadt auslöschte und rund 2.000 Menschen das Leben kostete. Den 74. Jahrestag dieser Zerstörung nimmt die Stadt Hanau zum Anlass, der Opfer dieses verheerenden Angriffs zu gedenken.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck laden die Hanauer Bürgerschaft zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen ein. „Es darf nie wieder einen politischen Weg geben, an dessen Ende ein 19. März stehen kann“, unterstreicht OB Kaminsky, wie wichtig es ist, das Gedenken und Erinnern wachzuhalten.

Am frühen Morgen des 19. März beginnt das Gedenken an die Opfer in Hanau wie immer um 4.20 Uhr mit dem gemeinsamen Glockenläuten der Marienkirche, der Stadtpfarrkirche Mariae Namen und der Wallonisch-Niederländischen Kirche. Um 9 Uhr findet in der Stadtpfarrkirche dann eine Heilige Messe statt.

Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt um 16.30 Uhr. Zunächst sprechen am Gedenkfeld Oberbürgermeister Claus Kaminsky für die Stadt Hanau und Pfarrer Dirk Krenzer für die Hanauer Kirchen. Anschließend ist die Kranzniederlegung und das Versöhnungsgebet geplant. Die musikalische Rahmung übernimmt die Stadtkapelle.

„Suche den Frieden und jage ihm nach“ ist der Titel eines Passionspunktes, der um 18 Uhr an der Alten Johanneskirche beginnt. Pfarrer Dr. Siegfried Krückeberg, Dietrich Brüggemann, Frank Hagelstange und Schüler der 10. Klassen der Karl-Rehbein-Schule gestalten diese Andacht im öffentlichen Raum. Von dort führt ein Schweigemarsch durch die Stadt zur Wallonisch-Niederländischen Kirchen, wo um 18.45 Uhr mit einer Kranzniederlegung und dem Versöhnungsgebet am Mahnmal im Innenhof der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung der Opfer und der Zerstörung der Stadt gedacht wird. Um 19 Uhr schließt sich ein Evensong „Remembrance“ in der Wallonisch-Niederländischen Kirche an, der den Abschluss des Gedenktages bildet.

Vom 18. März bis 6. April wird die vom Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. gemeinsam mit dem Medienzentrum / Bildarchiv der Stadt konzipierte Bilderserie zur Bombennacht des 19. März 1945 wieder gezeigt. Die Fotos dokumentieren die Schicksalsnacht und ihre Folgen. Sie sind als digitale Präsentation im 2. Stock des Kulturforums während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.

Weitere Informationen zu den Ereignissen des 19. März 1945 sind auf der Internetseite der Stadt Hanau unter http://www.hanau.de/lih/portrait/geschichte/33/065263/index.html zu finden.

⇒www.hanau-aktuell.com

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