KOMPASS: Gemeinsam für mehr Sicherheit in den Kommunen

(ms/ea) – Polizeipräsident Roland Ullmann hat im Rahmen einer Regionalkonferenz am Donnerstag im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen über die Sicherheitsinitiative KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) der Hessischen Landesregierung informiert. Vertreter von 24 Kommunen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis nahmen an der Informationsveranstaltung teil.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler wies bei der Begrüßung der Teilnehmer darauf hin, dass das subjektive Sicherheitsempfinden nicht immer den objektiven Tatsachen entspreche. Dies müsse man ernst nehmen und die geführte Diskussion mit objektiven Fakten anreichern. In diesem Zusammenhang hob sie die Arbeit des im Jahr 2017 gebildeten Präventionsrats hervor, der als Anlauf-, Informationssammelstelle und Netzwerk diene und einen Beitrag zu einem positiven Sicherheitsgefühl der Bürger im Main-Kinzig-Kreis leiste.

Polizeipräsident Roland Ullmann sah sich angesichts der zahlreich erschienenen Vertreter der Kommunen darin bestätigt, dass die Polizei gemeinsam mit der Hessischen Landesregierung und dem Projekt KOMPASS auf dem richtigen Weg sei.

Durch die bundesweit einzigartige Initiative KOMPASS können Städte und Gemeinden in Punkto Sicherheit passgenaue Lösungen für Probleme entwickeln. Der Austausch zwischen Polizei, Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren Sicherheitspartnern wird intensiviert, sodass unter der Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten angepasste Maßnahmen direkt vor Ort erfolgen können.

Gemeinsames Ziel ist es, für mehr Sicherheit in den Städten und Gemeinden des Polizeipräsidiums Südosthessen zu sorgen. Zusätzlich fördert die Zusammenarbeit eine intensivere Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Polizeipräsidium Südosthessen belegt, dass es stetig sicherer geworden ist. „Mit zielgerichteten Präventionsmaßnahmen wollen wir auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter stärken“, teilte Polizeipräsident Roland Ullmann mit.

v.l.: Frank Meisinger (Präventionsbeauftragter Stadt Maintal), Andrea Pillmann (Stabsstelle Prävention Stadt Hanau), Stadtrat Thomas Morlock (Hanau), Bürgermeisterin Monika Böttcher (Maintal), Polizeipräsident Roland Ullmann, Kriminalrat Jürgen Schmatz und Stephanie Padberg (Projektverantwortliche KOMPASS beim Polizeipräsidium Südosthessen)

Im Polizeipräsidium Südosthessen wurde in den beiden KOMPASS-Modellkommunen Hanau und Maintal seit der Einführung im Dezember 2017 bereits viel für die Sicherheit vor Ort getan.

Hanaus Stadtrat Thomas Morlock und Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher berichteten von der positiven Entwicklung seit der Teilnahme an der Initiative KOMPASS.

So wurde in Hanau am 4.Juli dieses Jahres die Videosicherungsanlage auf dem Markt- und Freiheitsplatz offiziell freigeschaltet. Zudem rückte die Stadtwache ins Zentrum und mit der zusätzlichen Stelle einer Schutzfrau vor Ort steht Polizeioberkommissarin Katja Uffelmann allen Hanauer Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

In Maintal fanden eine Sicherheitskonferenz sowie zwei Sitzungen von Arbeitsgremien statt, in denen intensiv über Vandalismus (Sachbeschädigungen/Graffiti) und geschilderte Angsträume gesprochen wurde. Ziel hierbei war zunächst eine Bestandsaufnahme, um im Anschluss passgenaue Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.

Aufgrund der bislang vorliegenden positiven Erfahrungen aus den Modellkommunen, beschloss das Hessische Innenministerium Ende Mai die Ausweitung des Programmes für alle hessischen Kommunen. Mittlerweile wurde mit Neu-Isenburg eine weitere Stadt im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen in die Initiative KOMPASS aufgenommen.

Seither haben über 40 Kommunen ihr Interesse beim Hessischen Innenministerium bekundet. Eine Teilnahme ist jederzeit durch einen formlosen Antrag an das Polizeipräsidium Südosthessen möglich. Ziel dabei ist, den positiven Trend in der Kriminalitätsentwicklung weiter zu festigen.

Jede KOMPASS-Kommune wird bei erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ihr eigenes Sicherheitssiegel erhalten. Voraussetzung hierfür sind unter anderem ein gut funktionierender Präventionsrat oder auch eine Ansprechperson auf kommunaler Ebener sowie die erfolgreiche Umsetzung von mindestens drei der im Rahmen des KOMPASS-Prozesses beschlossenen Projekte.

Wenn die ausgemachten Probleme angepackt und passgenaue Lösungen erfolgreich umgesetzt wurden, werden diese KOMPASS-Kommunen mit dem Sicherheitssiegel als ’sichere Kommune‘ ausgezeichnet. Dieses Siegel ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Kommune sich in besonderem Maße für die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger eingesetzt, deren Sorgen und Ängste aufgegriffen und gemeinsam mit der Polizei Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt hat. Das Sicherheitssiegel ist somit ein Ausdruck der Wertschätzung und ein sichtbares Zeichen für mehr Sicherheit.

Das Hessische Innenministerium hat dem Polizeipräsidium Südosthessen für KOMPASS zwei zusätzliche Stellen zugewiesen, um so den Bereich der lokalen Prävention weiter zu stärken. Das erfolgreiche ‚Schutzmann/-frau-vor-Ort‘-Programm ist ein gutes Beispiel dafür, dass das Land Hessen bereits sehr leistungsstarke Bausteine im Sicherheitsportfolio hat, die sich in die Gesamtkonzeption von KOMPASS sehr gut einfügen. KOMPASS wurde auch deshalb entwickelt, um Kommunen ein umfangreiches Angebot an Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen an die Hand zu geben.

Eine zentrale Rolle nehmen die KOMPASS-Berater ein. Das KOMPASS-Beratungsteam des Polizeipräsidiums Südosthessen, Kriminalrat Jürgen Schmatz und Kriminalhauptkommissarin Stephanie Padberg, stehen im ständigen Dialog mit den wissenschaftlichen und kommunalen Partnern, um den Fortschritt der gemeinsamen Initiative für mehr Sicherheit zu unterstützen. In einem ersten Schritt gehen sie auf die kommunalen Vertreter zu und erstellen mit diesen gemeinsam eine detaillierte Sicherheitsanalyse für die jeweilige Kommune. Berücksichtigung finden dabei bewährte Maßnahmen der Polizei und Präventionsprogramme, die bereits vor Ort wirken. Dabei soll Bestehendes auf den Prüfstand gestellt und eine detaillierte Maßnahmenliste erstellt werden, wie die Sicherheit vor Ort weiter verbessert werden kann. Von grundlegender Bedeutung ist es, alle Partner, die Aufgaben im Bereich der Sicherheit wahrnehmen, an einen Tisch zu holen. Neben kommunalen Verantwortungsträgern ist eine aktive Bürgerbeteiligung entscheidend. So können beispielsweise Bevölkerungsbefragungen und Ergebnisse aus Bürgersprechstunden sowie
ernstgemeinte Wahrnehmungen der Einwohner aufgenommen werden.

Neben Bürgermeister Stefan Erb (links) nahmen aus Erlensee auch Peter Cord (rechts) und Marc Schilling vom Fachdienst Öffentliche Sicherheit an der Regionalkonferenz teil

Bürgermeister Stefan Erb zeigte sich gegenüber Erlensee Aktuell am Rande der Veranstaltung offen zu den vorgetragenen Angeboten und Vorschlägen im Rahmen von KOMPASS. Gegenwärtig sei man aber unabhängig davon dabei, zu prüfen, ob eine personelle Verstärkung der Ortspolizei in Erlensee machbar sei.

⇒www.kompass.hessen.de.

Fotos: Markus Sommerfeld

 

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