Betrüger mit „Feuerlöschertrick“ wieder unterwegs

(pm/ea) – Erneut ist ein Mann im mittelhessischen Raum mit unlauteren Angeboten zum Prüfen von Feuerlöschern aufgetreten. Nachdem der 61-Jährige bereits im letzten Jahr in einer Vielzahl von Fällen sein Unwesen trieb und Ermittlungsvorgänge bei der Polizei in Butzbach bearbeitet wurden, ermittelt nun die Polizei in Friedberg wegen der gleichen Masche.

Ob in Lich-Langsdorf, Ober-Mörlen oder Münzenberg, an vielen Haustüren bietet der Mann aus dem Wetteraukreis an, die Feuerlöscher zu warten und auf Eignung zu testen. Auch über den Wetteraukreis hinaus ist der Mann tätig.

Wenige Zeit später bekommt der nichtsahnende Kunde seinen Feuerlöscher wieder überbracht. Häufig ist er mit einem Prüfsiegel versehen und angeblich wieder einsatzbereit.  Die Kunden bezahlen in der Regel gerne die Gebühr, sind sie doch im Glauben, etwas für ihre Sicherheit getan zu haben. Der Mann arbeitete ehemals tatsächlich bei einer Firma, die Feuerlöscher prüft. Daher
ist er vielen Kunden noch aus seiner Angestelltenzeit bekannt. Ohne Misstrauen händigen die Bürgerinnen und Bürger ihm die Feuerlöscher zur Prüfung aus. Die angebotene Leistung ist jedoch vermutlich nicht erbracht.

Zwei Dinge sind der Polizei in diesem Zusammenhang besonders wichtig:

„Prüfen Sie, ob Ihr Feuerlöscher ein aktuell gültiges Prüfsiegel hat. Überprüfen Sie, ob die letzte Prüfung wirklich von einer Fachfirma durchgeführt wurde. Melden Sie sich bei ihrer örtlich zuständigen Polizei, wenn Sie glauben, selbst Opfer des Betruges geworden sein könnten. Der Betrüger macht es seinen „Kunden“ schwer, einen Betrug zu erkennen.“

Für zukünftige Prüfungen gibt die Polizei folgenden Rat:

  • Vereinbaren Sie einen festen Termin mit einer örtlichen Fachfirma, um die Prüfung des Feuerlöschers durchzuführen. Erscheint ein angeblicher Prüfer unangemeldet bei Ihnen an der Tür,  so sollten Sie diesem keinen Einlass gewähren. Fragen Sie bei der beauftragen Firma nach welcher Mitarbeiter (namentlich) bei Ihnen vorbeikommen wird.
  • Kommt zum verabredeten Termin der Firmenmitarbeiter vorbei, dann lassen Sie sich dessen Ausweis zeigen und überprüfen Sie, ob es  sich um den angekündigten Handwerker handelt.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn der Feuerlöscher Ihnen bereits nach ein paar Minuten wieder ausgehändigt wird. Eine umfangreiche Prüfung dauert seine Zeit.
  • Bestehen Sie auf eine Bezahlung des Rechnungsbetrages per Überweisung. Der Betrüger fordert hartnäckig eine Barzahlung, die  Sie auf keinen Fall vornehmen sollten.

Achtung! Der bekannte Betrüger versucht auch mit Abwandlungen der Betrugsmasche Geld zu verdienen. Er verkauft alte Feuerlöscher als vermeintlich neue oder bietet an Raumelder zu installieren, wobei er für die Leistung eine Vorauszahlung fordert. Auch hier gilt: Keine Aufträge an der Haustür vergeben. Lassen Sie sich von einer bekannten Fachfirma beraten und die Leistungen von dieser übernehmen.

Übrigens:

Feuerlöscher und Löschsprays sind für private Haushalte eine gute Möglichkeit, um bei Kleinstbränden selbst tätig zu werden. Welches Löschmittel für Ihre Bedarfe das richtige ist, darüber kann Sie der Fachhandel beraten. Aber auch Ihre Feuerwehr vor Ort steht Ihnen sicher gern mit einem guten Rat zur Seite. Achten Sie auf die Prüfdaten / Ablaufdaten der Löschmittel und machen Sie sich vor dem eintretenden Ernstfall mit der Handhabung vertraut.

 

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