Zweckverbands-Versammlung stimmt für Errichtung eines Fliegerhorst-Museums

(ea) 27.01.16 – Die Mitglieder des Zweckverbands Fliegerhorst votierten am Mittwochabend einstimmig für einen Beschluss, in dem sie „die Dokumentation der historischen Entwicklung des Fliegerhorsts durch ein Museum oder Dokumentationszentrum begrüßen“. Zuvor wurde über den Wortlaut eines zunächst eingebrachten Beschlussvorschlags gestritten.

Bürgermeister Stefan Erb dankte den Mitgliedern des Geschichtsvereins sowie der Arbeitsgruppe Fliegerhorst-Museum unter Vorsitz von Birgit Behr für die geleistete ehrenamtliche Arbeit zur Vorbereitung und Erarbeitung von Realisierungsvorschlägen eines solchen Projekts, für das jetzt die Zweckverbandsversammlung ein positives Feedback abgeben solle, damit die geleistete Arbeit gewürdigt und weiter fortgesetzt werden könne.

Auch ein extern angefertigtes Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass ein solches Dokumentationszentrum oder Museum realisierbar sei und großes Interesse auch in der Region hervorgerufen werden könne. Als Standort käme hier das Towergebäude in Frage, für das ein Sanierungsaufwand von rund 3 Mio Euro angegeben wurde. Die Ausstattung selbst solle mit etwa 500.000 Euro zu Buche schlagen.

Bürgermeister Stefan Erb erinnerte daran, dass die damalige Gemeinde Erlensee bereits 2009 einen Beschluss gefasst habe, ein solches Museum zu errichten. „Außerdem haben wir auch immer bei den Besuchen beim Denkmalschutz damit Werbung gemacht, ein solches zu errichten“, so Erb, der klar stellte, dass diese Aufgabe klar beim Zweckverband liege.

Die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung bat er daher um Zustimmung zu einem Grundsatzbeschluss, der die Errichtung eines Museums vorsehe und verwies darauf, dass dies als Aufforderung an die Arbeitsgruppe zu sehen sei, die Arbeit fortzusetzen, bevor es dann endgültig ins Detail gehe.

Von Seiten der Bruchköbeler Zweckverbandsmitglieder kam Widerspruch zu der vorgelegten Formulierung, den sie als „Freifahrschein“ betrachteten und daher diesem nicht zustimmen wollten, ohne das genaue Konzept, Aussagen des Gutachtens und Angaben über die anfallenden Unterhaltskosten zu kennen.

Erste Stadträtin Birgit Behr entgegnete, dass all diese Informationen auf einer eigens dafür einberufenen Informationsveranstaltung vorgetragen und erläutert wurden, an der aber die Bruchköbeler Vertreter der Zweckverbandsversammlung nicht teilgenommen hätten.

Schließlich einigte sich das Gremium auf einen geänderten Beschlussvorschlag, der die Errichtung eines Dokumentationszentrums oder Museums begrüßt sowie den Zweckverbandsvorstand beauftragt, ein Konzept sowie einen Finanzierungsvorschlag vorzulegen.

Zu Beginn der Sitzung gab Frank Stickelmayer seinen Rücktritt vom Vorsitz der Zweckverbandsversammlung bekannt. In einer vor Ort ausgehändigten Pressemitteilung begründete er diesen mit Vorkommnissen aufgrund derer ein Vertrauensverhältnis zu bestimmten Personen, insbesondere den Projektleitern Thomas Egel und Thomas Müller nicht mehr gegeben sei. Der Versammlung werde er aber weiterhin als normales Mitglied angehören.

Gegenüber ERLENSEE-AKTUELL betonte Stickelmayer, dass die Gründe für den Rücktritt nicht innerhalb des Zweckverbands sondern mit seiner geschäftlichen Tätigkeit in einem anderen Projekt mit den beteiligten Personen liegen.

Archivfoto: Der Tower als zukünftiges Fliegerhorst-Museum?

(Bericht und Archivfoto: Markus Sommerfeld)

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