Infoabend in Neuberg zur 12. Waldkita der AWO Obertshausen

(pm/ea) – „Von der Gärtnerin zur Kinder-Gärtnerin“ stellte Anja Göbel, die seit drei Jahren bei den Wald- und Naturkindergärten der AWO Obertshausen als Erzieherin tätig ist, ihren beruflichen Lebensweg beim Infoabend im Bürgerhaus an der Mühlstraße prägnant vor.

Zusammen mit Erzieherin Ines Asceric wird sie im März die 12. Wald- und Naturkindergartengruppe der AWO Obertshausen mit bis zu 20 Kindern in Neuberg leiten. „Am neuen Standort Neuberg imponiert mir vor allem die Vielfalt, hervorgerufen durch Felder, Wiesen, Wald und ein Gewässer.“ Kooperationen, beispielsweise mit regionalen Imkern und den benachbarten Vogelfreunden, seien denkbar, so Göbel.

„Ich freue mich, dass wir in Neuberg gemeinsam etwas aufbauen können“, sagte Asceric, die bereits drei Jahre mit Göbel am Standort Obertshausen erfolgreich zusammen gearbeitet hatte.
„Wir sind ein Kindergarten ohne vorgefertigtes Spielzeug, benutzen jedoch Seile, Schaufeln, Eimer, Sägen und Schnitzmesser, mit denen die Kinder Dinge in der Natur bearbeiten können. Was vordergründig nach Verzicht aussieht, ist in Wirklichkeit ein großer Gewinn, denn es werden Phantasie und Kommunikation der Kinder angeregt“, führte Laura Cisneros aus dem Team der Fachbereichsleiterinnen in die Vorstellung des Waldkita-Alltags ein, der um 8 Uhr mit der Bringezeit startet. Darauf folgt der Morgenkreis, ehe die Gruppe zu unterschiedlichen Sammelplätzen in der Natur aufbricht, um gegen 10 Uhr gemeinsam zu frühstücken. Freiem Spiel und der Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen folgt der Abschlusskreis zur Mittagszeit. Um 13 Uhr werden die Kinder ohne vereinbartes Mittagessen, gegen 14 Uhr die mit gebuchtem Mittagessen abgeholt. Jeder Wochentag steht unter einem Thema, darunter der montägliche Märchentag oder der Schnippeltag am Mittwoch, an dem die Kinder Essen selbst zubereiten.

„Unser Motto ‚Weniger ist mehr‘ stellt einen Gegenpol zu den vielen Reizen dar, denen unsere Kinder täglich ausgeliefert sind“, betonte Cisneros. Ein Programm, das auch der Langenselbolder Fabian Münz mit zukünftigem Wohnsitz in Neuberg schätzt. „Freies Spielen, keine geschlossenen Räume, wenig Vorgaben, die Nähe zur Natur und das Draußen sein sind Punkte, die uns am Konzept des Waldkindergartens der AWO Obertshausen überzeugen“, sagte Münz, dessen Sohn Oskar derzeit die AWO Waldkita Nidderau besucht und im März, zusammen mit Erzieherin Anja Göbel, zur Kita Neuberg umziehen wird.

Bürgermeister Jörn Schachtner skizzierte die Entwicklung zur Neuberger Waldkita und erwähnte, dass er schon im Bürgermeister-Wahlkampf die Eröffnung einer Waldkita als Ergänzung zum bestehenden Angebot in Neuberg thematisiert hatte. „Nicht alle Kinder sind gleich, so dass es für unsere Gemeinde wichtig ist, alternative Betreuungsmodelle wie den Waldkindergarten anzubieten.“

Begonnen hatte der Infoabend mit einer Begrüßung des AWO Obertshausen-Geschäftsführers Rudolf Schulz sowie einem Spaziergang zum zukünftigen, südlich des Geländes der Vogelfreunde gelegenen Kitaplatzes, die auch bei der Namensgebung beteiligt waren. „Die Wilden Kolkraben“ heißt die 12. Wald- und Naturkindergarten-Gruppe der AWO Obertshausen, die am Mittwoch, 1. März, 8 Uhr starten wird.

Die Anmeldung ist über ein Formular auf der Homepage der Gemeinde „https://neuberg.eu/“ möglich. Weitere Infos zum Konzept gibt es bei der AWO Obertshausen unter Telefon 06104 49484.

Auf dem Foto: Fachbereichsleiterin Laura Cisneros (rechts) und Bürgermeister Jörn Schachtner (links)

Foto: PM

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