Impf-Marathon in der August-Schärttner-Halle am dritten Adventswochenende

(pm/ea) – Am dritten Advent wird im Main-Kinzig-Kreis ein Marathon hingelegt. Nicht auf der Straße, nicht über 42 Kilometer, aber über 34 Stunden: ein Impf-Marathon, getragen rein über ehrenamtliches Engagement von Medizinern, Politik, Verwaltung, Unternehmen und Hilfs- und Rettungsorganisationen. Mehrere tausend Corona-Schutzimpfungen sollen dann am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Dezember, in der Hanauer August-Schärttner-Halle möglich gemacht werden.

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler ist von den Rückmeldungen auf die Initiative überwältigt. „Mehrere Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Kreisgebiet haben uns signalisiert, dass sie kräftig in ihren Reihen um Unterstützung werben und dass sie diesen Impf-Marathon mittragen wollen. Gleiches hören wir schon aus kommunalen Verwaltungen und vielen anderen Bereichen. Das ist alles andere als selbstverständlich, es ist immerhin ein Teil des dritten Advents-Wochenendes, das die Frauen und Männer dieser Solidaraktion widmen“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete.

Beim Impf-Marathon soll sich jeder und jede Interessierte seine Impfung abholen können, bei denen die Grundvoraussetzungen erfüllt sind – und so lange der Vorrat reicht. Termine werden vorab nicht vergeben. Der Impfbetrieb läuft an den beiden Wochenendtagen jeweils von 7 bis 24 Uhr. Verimpft werden die Vakzine von Johnson&Johnson sowie ein mRNA-Impfstoff; vorrangig wird der mRNA-Impfstoff von Moderna zum Einsatz kommen, die Kontingente von Biontech/Pfizer werden für Unter-30-Jährige und Schwangere vorgehalten, der Empfehlung der Ständigen Impfkommission folgend. Mitzubringen sind der Personalausweis, das Krankenkassenkärtchen sowie nach Möglichkeit das Impfbuch.

Um diesen Impf-Marathon umzusetzen, werden in der August-Schärttner-Halle sowie im Hintergrund weit mehr als 100 Menschen unentgeltlich Dienst tun. Dazu aufgerufen sind Ärztinnen und Ärzte, medizinische Fachangestellte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen von Kreis, Städten und Gemeinden, Unternehmen aus dem Verbundgebiet der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, von der IHK selbst, der Hilfs- und Rettungsverbände wie Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter Unfall-Hilfe, Malteser und Technisches Hilfswerk, eine Reihe von Apotheken bis hin zu Freiwilligen, die ihre Dienste angeboten haben.

Die Federführung bei der Vorbereitung des Impf-Marathons liegt beim Main-Kinzig-Kreis. Doch nicht nur in der Verwaltung des Kreises wird kräftig für die Aktion getrommelt, auch durch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wird in deren Verwaltungen zur tatkräftigen Unterstützung aufgerufen. Landrat Thorsten Stolz bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern, die mitmachen, ganz gleich ob sie in den Impfzentren seinerzeit mitgeholfen und Erfahrungen gesammelt hatten oder nicht. „Der Impf-Marathon macht doppelt Sinn. Wir bekommen viele Menschen binnen kurzer Zeit geimpft und nehmen etwas Druck aus der riesigen Nachfragesituation. Gleichzeitig setzen wir ein tolles Zeichen, dass wir als kommunale Familie und sozusagen von Bürgern für Bürger die Impfkampagne mittragen und dafür werben“, so Stolz.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky hatte seitens der Stadt Hanau prompte Unterstützung zugesagt und für das Wochenende die August-Schärttner-Halle zur Verfügung gestellt. Das Hygiene-Team der Stadt ist in die Vorbereitungen maßgeblich involviert. „Unsere Halle ist impferprobt, viele Frauen und Männer in den Verwaltungen der Region sind es auch. Diese Erfahrungen machen wir uns jetzt zunutze und bieten den Menschen ein starkes Angebot, schneller an ihre Impfung zu kommen als das über die bekannten Wege der Fall wäre“, sagt Claus Kaminsky.
Stellvertretend für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreisgebiets bekräftigt Stefan Erb, „dass der Druck in allen Hausarztpraxen immens ist“. „Wenn hier viele Kräfte gemeinsam an einem Strang ziehen, die Ärzteschaft, der Öffentliche Gesundheitsdienst, die Kommunen und viele mehr, dann ist das eine perfekte Lösung. Mein großer Respekt und mein aufrichtiger Dank geht schon mal an alle, die den Impf-Marathon vor und an dem Wochenende möglich machen“, lobt der Erlenseer Rathauschef.

Unterstützung im Bereich des Empfangs und der Koordination in der Halle kommt auch von heimischen Firmen. Dr. Norbert Reichhold, Präsident der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, hat zugesagt, unter Mitgliedsunternehmen für die Teilnahme zu werben und ein eigenes Kontingent an ehrenamtlichem Personal zu stellen. „In dieser Zeit, in der – endlich – viele Menschen auf eine Impfung drängen, müssen wir gesamtgesellschaftlich Lösungen finden, dass auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger möglichst schnell eine Impfung erhalten. Der Impf-Marathon geht exakt in diese Richtung, womit der regionale Impfschutz erhöht wird und somit auch Abläufe in der freien Wirtschaft besser gesichert werden“, erklärt Reichhold.

Die Kreisspitze betont, dass der Impf-Marathon nicht dafür sorgen wird, „dass nach dem dritten Adventswochenende alle geimpft sind, die heute und bis dahin an anderen Stellen keinen Termin erhalten haben“. Landrat Thorsten Stolz: „Wir bauen Kapazitäten für einige tausend Impfungen auf. Das ist viel und könnte für rechnerisch gut ein Prozent der Bevölkerung in unserem Kreis reichen. Aber der Bedarf liegt im Moment natürlich deutlich darüber. Unverändert gibt es vor und nach dem Wochenende und sogar teils an dem Wochenende selbst Termine und freie Angebote bei niedergelassenen Ärzten und auch im Rahmen unserer Kampagne ‚Dein Pflaster‘.“ Susanne Simmler ergänzt: „Wir freuen uns, in dieser Impfkampagne große Schritte voranzukommen. Der Impf-Marathon ist ein Baustein, und auch die Kapazitäten an anderen Stellen bauen wir ja derzeit massiv aus. An längeren Wartezeiten, möglicherweise auch am dritten Adventswochenende, werden wir aber auf kurze Sicht nicht alleine etwas ändern können.“

Auf dem Foto: Impfen in der August-Schärttner-Halle: Das hat es bis Ende September schon mal gegeben und wird es – in etwas anderer Form und für ein Wochenende – erneut geben.

Archivfoto: Kreispressestelle

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