Grüne Kreistags-Fraktion: „Abschaffung der kostenlosen Schnelltests bergen Gefahren für Infektionsgeschehen“

(pm/ea) – „Die Abschaffung der kostenlosen Schnelltests birgt eine Gefahr für das Infektionsgeschehen“, so Viola Haßdenteufel, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, in einer Pressemitteilung.

„Denn es ist davon auszugehen, dass die Zahl der gefälschten Schnelltests stetig steigen wird, und damit auch die Corona-Zahlen.“ Dennoch ist die Abschaffung ein Zugeständnis an alle, die durch eine Impfung ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet haben: „Die Testung von Personen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben, wird nun nicht mehr durch Steuergelder finanziert.“

Bis zu 50 Euro kann ein Schnelltest im Main-Kinzig-Kreis kosten, der ab Montag dieser Woche nicht mehr über Steuermittel finanziert wird: „Wer den hinter den Tests steckenden Verwaltungsaufwand, besonders bei einem positiven Testergebnis, kennt, kann die Preisstruktur in großen Teilen nachvollziehen“, so Haßdenteufel. Zu hinterfragen sei jedoch die große Preisspanne im Main-Kinzig-Kreis: „Wenn ein Schnelltest in einem Ort 15 Euro, im anderen 50 Euro kostet, dann lässt dies eine Einheitlichkeit vermissen. Hier sollte kreisweit zu gleichen Bedingungen getestet werden. Dennoch wird die plötzliche Zahlungsverpflichtung jedes und jeder einzelnen, die nicht gegen Corona geimpft sind, die Testmotivation nicht gerade erhöhen.“

Die Kreistagsfraktion begrüßt, dass Schnelltests weiterhin für die Personen kostenlos bleiben, die sich aus medizinischer Sicht nicht impfen lassen können: „Dies bedeutet aber auch, dass nur Personen Schnelltests bezahlen müssen, die sich auch aktiv gegen eine kostenlose Corona-Impfung entschieden haben.“ Es liege deswegen an den Verantwortlichen, „regelmäßig zu überprüfen, wie sich die Zahlen in den Schnelltests-Centren entwickeln und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen.“

Gleichzeitig müssen alle, die die Einhaltung von 3G-Regeln kontrollieren, wie Gastronomen oder Einzelhändler, die Testpflicht genaustens durchsetzen: „Wenn die Chance besteht, den kostenpflichtigen Schnelltest zu umgehen, wird diese Chance auch genutzt werden.“ Besonders gefälschte Schnelltests werden attraktiv werden und lokale Corona-Ausbrüche wieder zunehmen.

Als Konsequenz könne sich hier in den kommenden Wochen auf steigende Corona-Zahlen eingestellt werden: „Dann muss evaluiert werden: Bringen die kostenpflichtigen Schnelltests einen Impf-Anreiz oder sorgen sie nur dafür, dass weniger getestet wird und sich mehr und mehr ungeimpfte mit Corona infizieren und die Intensivstationen der Krankenhäuser belasten?“, so Haßdenteufel abschließend.

 

 

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