Vortrag „Fliegermorde in Hanau“ von Jens Arndt und Thomas Rost am 14. Oktober, 19 Uhr im Kulturforum Hanau

(pm/ea) – Im Rahmen der Ausstellung „Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg“ im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe findet am Donnerstag, 14 Oktober, ein kostenfreier Vortrag von Jens Arndt (Hanau) und Thomas Rost (Hamburg) im Kulturforum Hanau zum Thema „Fliegermorde in Hanau“ statt.

Teilnahmebedingung ist die vorherige Anmeldung unter Telefon: 06181-295 1799 oder schriftlich per E-Mail an museen@hanau.de. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein 3G-Nachweis (geimpft, tagesaktuell getestet, genesen) notwendig.

Mit systematischen Flächenbombardierungen reiner Wohnviertel fernab von Militär- und Industrieanlagen wollten Briten und Amerikaner die Moral der Deutschen brechen. Die gezielten Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung steigerten aber zumeist deren Durchhaltewillen und den Hass auf den Feind. Diese Tatsachen nutzten die Nazis zu sogenannten Flieger-Lynchmorden aus. Hierbei muss man unterscheiden zwischen „Flieger-Lynchmorden“ (zumeist spontan durch aufgebrachte Einwohner) und „Fliegermorden“ (durch Vorgesetzte befohlene Morde an alliierten Fliegern). Die genaue Zahl der Morde an alliierten Fliegern in Deutschland ist nicht bekannt. Nachgewiesen sind 225 Fälle, die Gesamtzahl wird auf 350 geschätzt. Weitere 60 Flieger wurden misshandelt, ohne dabei zu Tode zu kommen. Auch in Hanau kam es zu solchen befohlenen Fliegermorden, welche zum Teil erst jetzt nach Freigabe alliierter Gerichtsakten, bekannt wurden.

Die Veranstaltung findet vorbehaltlich der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen statt.

Veranstaltungsort: Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18a 63450 Hanau

Zur Ausstellung:

Die Ausstellung „Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg“, die im Dachgeschoss von Schloss Philippsruhe gezeigt wird, nimmt den 75. Jahrestag der Zerstörung Hanaus am 19. März 1945 zum Anlass für eine interaktive Präsentation. Dabei steht vor allem das Alltagsleben im Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt. Wer lebte unter welchen Bedingungen in Hanau? In einem Krieg, der intensiv vorbereitet wurde und immer umfassender in alle Bereiche des Lebens hineinwirkte. Durch einen bewussten erzählerischen Perspektivwechsel sollen die unterschiedlichen Aspekte des Lebens schlaglichtartig herausgearbeitet werden. Erstmals werden auch die erinnerungskulturellen Entwicklungen nach 1945 betrachtet und bis an die Jetztzeit herangeführt. Seit Anfang Juni sind auch Elemente der Stadtlaborausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ des Historischen Museum Frankfurt in die Ausstellung integriert.

In der Stadtlaborausstellung des Historischen Museums Frankfurt wurde das Thema Rassismus von rund 60 Stadtlaborantinnen und Stadtlaboranten beleuchtet. Angegliedert an die Ausstellung „Leben im Krieg – Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg“, schlagen die Beiträge einen Bogen in die Gegenwart und zeigen, dass Rassismus auch heute präsent ist. Ergänzt werden die Frankfurter Beiträge von einer Posterausstellung zum Thema Rassismus von Jugendlichen des Leistungskurses Geschichte der Hohen Landesschule in Hanau.

 

 

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