„Thema Umwelt“: Beim Artenschutz helfen und Hirschkäfer-Funde an das HLNUG melden

(ms/ea) – Die bis zu zehn Zentimeter großen Hirschkäfer sind nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) europarechtlich geschützt. Um gezielte Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, erfasst das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) das Vorkommen der Art. Bürger können dabei unterstützen und ihre Hirschkäfer-Sichtungen online an das HLNUG melden. Werner Stahl aus Erlensee-Langendiebach macht dies bereits seit vielen Jahren.

Die im Garten an der Bruchköbeler Straße gemachten Beobachtungen dokumentiert er detailliert und meldet diese an das HLNUG über das Meldeportal.

Das HLNUG stellt unter https://www.hlnug.de/?id=18338 viele Informationen zu den Hirschkäfern und dem Beobachtungsnetz zur Verfügung.

Werner Stahl würde sich freuen, wenn weitere Bürgerinnen und Bürger von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Beobachtungen dort zu melden und somit den Datenbestand weiter aufzubauen.

Vierzehn Jahre sind inzwischen seit dem Start des Hirschkäfer-Beobachternetzes vergangen. Dank der zahlreichen Meldungen und aktiven Bereitschaft von vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern kann das HLNUG heute etwa 10.000 Fundpunkte von Hirschkäfern im hessischen Datenbestand ausmachen. 2019 wurde zudem das Projekt „Meldeportal für Arten“ initiiert. Nun ist es für jede und jeden möglich, den Hirschkäfer direkt über die Webseite der Behörde zu melden. So konnten bereits im ersten Jahr des Projekts 179 und im zweiten Jahr, 2020, gar 345 Hirschkäfernachweise erfasst werden.

Die Ergebnisse zeigen auch: Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) scheint auch in Hessen zum „Städter“ zu werden. Die allermeisten Hirschkäfermeldungen kommen aus Gärten und Siedlungsräumen. Aus den zahlreichen Meldungen wird deutlich, dass die besiedelten Räume mit weit mehr als der Hälfte der Funde für den Hirschkäfer eine hohe Bedeutung haben.

Mit etwas Verspätung durch die kalten Tage im April und Mai startete in diesem Jahr im Juni die Haupt-Flugzeit dieser größten europäischen Käferart. Mit ihren geweihartigen Mundwerkzeugen buhlen die Männchen im Kampf gegeneinander um die Gunst der Weibchen. Bis etwa Ende Juli kann man den Hirschkäfer bis in die Abendstunden bei der Nahrungsaufnahme an verletzten Bäumen oder bei der Suche nach einem Partner beobachten.

Foto: Markus Sommerfeld

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