Notschlafstelle pausiert bis zum nächsten Winter – 55 Menschen in der Frostperiode Obdach gegeben

(pm/ea) – Die Notschlafstelle „Schneckenhaus“ im Franziskus-Haus in Hanau schließt ihren Betrieb bis zum nächsten Winter. Das Ziel „Keiner darf erfrieren“ konnte wieder erreicht werden.

Von 27.11.2020 bis 19.04.2021 war die Notschlafstelle für obdachlose Personen 143 Nächte am Stück geöffnet. Seit 1997 betreibt das Franziskus-Haus in Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis diese wichtige Anlaufstelle für obdachlose Menschen in der kalten Jahreszeit.

Auch die Notschlafstelle war durch die Auswirkungen des Corona-Virus betroffen. Mit Erhöhung des Risikos der der COVID-19-Pandemie wurden die Schlafplätze in der Notschlafstelle auf drei reduziert. „Die Auslastung der Notschlafstelle war enorm hoch“, berichtet die stellvertretende Leiterin des Franziskus-Hauses, Konstanze Fritsch, die mit dem Team der Ambulanten Fachberatung Menschen in akuten Wohnungsnotfällen berät.

Die Stadt Hanau konnte jedoch weitere Notschlafplätze für akut obdachlose Menschen in anderen Gebäuden vorhalten. „Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau, der Objektbetreuung der städtischen Unterkünfte, der Polizei und Stadtpolizei konnten 90 Vermittlungen an andere Unterkünfte in Hanau erfolgen“, so Einrichtungsleiter Rainer Broßmann.
In der Notschlafstelle selbst wurden 198 Übernachtungen gezählt. Das Angebot wurde dabei von 55 verschiedenen Personen, davon acht Frauen, in Anspruch genommen. Die Männer und Frauen wurden in den Abend- und Nachtstunden aufgenommen. Ziel der Notschlafstelle ist es, durch die hausinterne Beratungsstelle die hilfesuchenden Frauen und Männer am nächsten Tag in weiterführende Hilfen zu vermitteln.

Bürgermeister Weiß-Thiel lobt die Zusammenarbeit im Hilfenetz zwischen Polizei- und Stadtpolizei, Krankenhäusern, Rettungsdiensten und dem Franziskus-Haus. „Unser Dank gilt auch den besorgten Bürger*innen, die mit dem Franziskus-Haus und den städtischen Behörden Kontakt aufgenommen haben, weil sie Sorge um bedürftige Menschen von der Straße hatten. In unserer Gesellschaft hat sich besonders in der kalten Jahreszeit die Solidarität mit Menschen am Rande unserer Gesellschaft gezeigt“, betont Weiß-Thiel. Weiterhin informiert er, dass die Beratungsstellen der Obdachlosenhilfe der Stadt Hanau wie des Franziskus-Hauses weiterhin für Menschen in Wohnungsnotfällen erreichbar sind.

Das Franziskus-Haus ist eine ganzjährig geöffnete Einrichtung der Ökumenischen Wohnungslosenhilfe in Trägerschaft des Caritas-Verbandes für den Mainz-Kinzig-Kreis. Es bietet wohnungslosen Menschen Beratung, Unterkunft und Essen sowie Kleidung. Die sozialpädagogische Arbeit im Übergangswohnheim bietet die Möglichkeit für die Gründung eines eigenen Hausstandes, begleitet durch das Angebot des Betreuten Wohnens.

Nähere Informationen über das Franziskus-Haus unter der Telefonnummer 06181/3609-0 oder auf der Homepage: www.franziskus-haus-hanau.de
Anschrift: Matthias-Daßbach-Straße 2, 63450 Hanau

Spendenkonto: Sparkasse Hanau, IBAN DE03 5065 0023 0000 0987 49, BIC HELADEF1HAN

Foto: PM

 

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