Osterwanderung statt Ostermarsch in freier Natur – An der „Mariengrotte Horbach“ brannten Kerzen-Lichter der Hoffnung!

(pm/ea) – Viele Menschen hatten das Bedürfnis, bei schönem Wetter die eigenen vier Wände zu verlassen und im wahrsten Sinne des Wortes „in Gottes freier Natur“ spazieren oder wandern zu gehen. So war dies an den Osterfeiertagen im Vorspessart der Fall. Der „Besinnungsweg“ rund um Freigericht bot dazu die beste Gelegenheit.

Ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad war insbesondere das Teilstück vom Parkplatz am Sportplatz in Freigericht-Horbach zur Mariengrotte Horbach sehr begehrt. Nicht umsonst weisen die Ausschilderungen vom Naturpark Hessischer Spessart, dem Wanderverband Hessen e.V und dem Spessartbund e.V. daraufhin, dass der Besucher auf „Spessartbogen“ und „Spessartfährten“, „Hessenweg Nr. 11: Brüder-Grimm-Weg“, „Europäischen Kulturweg“ sowie „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ unterwegs ist. Dazu kommt noch, dass der Hinweis „Dieser Wald ist anders“ vom PEFC dem „weltweiten Wald-TÜV“.

Nicht nur bei Gläubigen hat die „Mariengrotte Horbach“ eine besondere Anziehungskraft. Die Mariengrotte wurde nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet und vor über 70 Jahren (1949) eingeweiht. Aus Dankbarkeit der Bevölkerung, dass der Ort vor größeren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bewahrt wurde und wegen der glücklichen Heimkehr von Soldaten wurde die Mariengrotte errichtet. Von Zeit zu Zeit belebt sich dieser stille Ort, wird Ziel von Prozessionen und Wallfahrten, erlebt heilige Messen und Andachten. So zündeten viele Besucher Kerzen-Lichter der Hoffnung in Zeiten der Corona Pandemie an den Osterfeiertagen an oder beteten in stiller Andacht für ihre Angehörigen. Am Sonntagnachmittag waren bereits alle Kerzen-Lichter aufgebraucht.

Auf dem Hin- oder Rückweg bestand die Möglichkeit, sich auf dem „Pfad zur Nachhaltigkeit“ auf Hinweisen zum Natur-, Klima- und Verbraucherschutz zu informieren. Jugendliche aus drei verschwisterten Gemeinden haben mit Unterstützung vom Energie Stammtisch Freigericht (ESV) und der Försterei Freigericht haben neben den Ruhebänken unter dem Motto „Jeden Tag für die Zukunft unseres Planeten zu denken“ – lange vor der „Fridays for Future“ Bewegung – Forderungen formuliert und auf Hinweistafel bildlich dargestellt: Stoppt den Müll im Wald, Ja zu erneuerbaren Energien, Stoppt die globale Erderwärmung, Ja zum bewussten Umgang mit Wasser, Stoppt die Abholzung der Regenwälder, Ja zur Artenvielfalt in Europa, Recycling auf der ganzen Welt, Stoppt die Plastikverschmutzung auf der Erde und Stoppt den Konsumrausch.

Bericht und Fotos: Anton Hofmann

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