Vermisster 79-Jähriger vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens – Kripo nimmt Tatverdächtigen fest

(pm/ea) – Im Fall des seit 21. Januar 2021 verschwundenen Geschäftsmannes aus Frankfurt sind sich die Ermittler von Staatsanwaltschaft und Kripo Hanau mittlerweile sicher, dass der 79-Jährige einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen und vermutlich nicht mehr am Leben ist.

Allerdings gibt es bis jetzt keine konkreten Hinweise, wo genau sich der Rentner befindet. Um die Hintergründe des Geschehens aufzuklären, hat die Kriminalpolizei Hanau eine Arbeitsgruppe mit der Bezeichnung „Cayenne“ gebildet.

Am Mittwoch, den 24. Februar 2021, nahm die Polizei einen 57 Jahre alten Mann aus Büdingen unter dringendem Tatverdacht vorläufig fest. Er soll nach Ansicht der Ermittler für den Tod des als vermögend geltenden Frankfurters verantwortlich sein. Zeitgleich durchsuchte die Polizei auf dem Gelände eines Autohauses in Hammersbach diverse Geschäftsräume und Fahrzeughallen. Dort hatte der 79-Jährige mehrere Fahrzeuge untergestellt, um die er sich in seiner Freizeit kümmerte. Das Areal, welches dem Frankfurter gehört, war größtenteils an den Büdinger vermietet.

Auch am Tag seines Verschwindens wollte der 79-Jährige seinem Hobby nachgehen und fuhr um die Mittagszeit in Frankfurt los. Nach den bisherigen Ermittlungen kam der Gesuchte auch an seinem Ziel in Hammersbach an. Was sich dann allerdings genau auf dem Grundstück im Ortsteil Langen-Bergheim abspielte, wird gegenwärtig von der „AG Cayenne“ ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es zwischen dem 57-jährigen Tatverdächtigen und dem 79-Jährigen zu einem heftigen Streit kam, welchen der Ältere nicht überlebte. Bereits in der Vergangenheit soll es öfter zu Unstimmigkeiten wegen offener Geldforderungen gekommen sein.

Der Wagen des Frankfurters, ein schwarzer Porsche Cayenne mit Münchner Kennzeichen, wurde einen Tag nach seinem Verschwinden in einem Industriegebiet in Maintal-Bischofsheim aufgefunden. In dem Wagen befanden sich neben persönlichen Kleidungsstücken des Mannes auch dessen Portemonnaie mit mehreren hundert Euro Bargeld. Unweit der Stelle, wo der Porsche abgestellt war, fand ein Passant auf der Straße ein Handy, welches dem Vermissten gehört und an dem sich Blutspuren befanden. Eine kriminaltechnische Untersuchung ergab: es handelt sich eindeutig um das Blut des 79-Jährigen.

Eine der wesentlichen Fragen, die sich die Ermittler der „AG Cayenne“ zurzeit stellen, ist, wohin der Frankfurter von der Werkstatt aus gebracht wurde. Eine wesentliche Rolle könnte dabei ein altes schwedisches Militärfahrzeug (ähnlich einem Unimog) spielen, welches zur Tatzeit in der Werkstatt in Hammersbach stand und einem Bekannten des Verdächtigen gehört. Mit diesem tarnfarbenen Geländewagen wurden der Verdächtige und auch sein Eigentümer gemeinsam öfter auf Wald- und Feldwegen in der Gegend um Hammersbach gesehen. Der Bekannte steht allerdings nicht im Verdacht, etwas mit dem Verschwinden des Geschäftsmannes zu tun zu haben.

Die Kripo Hanau hält es eher für möglich, dass der 57-Jährige alleine mit diesem Wagen den Frankfurter an einen bislang unbekannten Ort gebracht und dort abgelegt hat.

Daher sind nun Zeugen aufgerufen, die am Donnerstag, den 21. Januar oder in der Zeit danach ein solches Fahrzeug im Raum Hammersbach, Ronneburg oder Büdingen gesehen haben, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 06181 100-123 zu melden.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 57-Jährigen einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Er soll heute beim Amtsgericht Hanau vorgeführt werden.

 

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