„Nicht unbedingt schön, aber richtig“

(pm/ea) – „Die Ansiedlung der Lidl-Unternehmenszentrale verspricht Nachhaltigkeit und weiteren Aufschwung für die Region“, so die SPD Erlensee in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es:

An einem Samstag im Januar machten sich, unter Beachtung der strengen Corona-Bestimmungen, einige Vertreter der SPD Erlensee auf, um den unübersehbaren Baufortschritt des neuen Verwaltungs- und Logistikzentrums nahe der Bundesstraße aus der Nähe anzuschauen.

Mit einem Investitionsvolumen im oberen zweistelligen Millionenbereich und rund 230 zusätzlichen Arbeitsplätzen im angegliederten Verwaltungsbereich sowie in der Logistik wird es durch die Ansiedlung nach Meinung der Sozialdemokraten einen deutlichen Impuls für die regionale Wirtschaft und den heimischen Arbeitsmarkt geben, den Stadt sowie Region gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut gebrauchen kann. Zudem kann natürlich über Gewerbesteuer ein deutlicher Beitrag zu den städtischen Finanzen durch das neue Unternehmen erwartet werden!

Zum Hintergrund: Der Bau der Einzelhändler-Zentrale, die aus dem nicht allzu fernen Alzenau nach Erlensee umziehen wird, wurde im Juni 2019 parteiübergreifend beschlossen. Die Bedenken der Bevölkerung sind angesichts des opulenten Bauwerks und auch des Flächenverbrauchs an der Stelle verständlich. Es können jedoch folgende Pluspunkte des Baus versichert werden:

Während des Bebauungsplanverfahrens ist die Standortverträglichkeit des neuen Verwaltungs- und Logistikzentrums für Umwelt und Verkehr durch fundierte Untersuchungen mehrfach bestätigt worden. Weder das Gebäude noch der Verkehr werden laut Gutachten die benachbarten Siedlungs- und Wohngebiete beeinträchtigen, denn die Lkw werden auf fest vorgegebenen Routen abseits der Wohnhäuser verkehren.

Die Belieferung der Filialen wird vom Logistikzentrum aus mit Erdgas-LKW erfolgen. Auf diese Weise werden der lokale Feinstaubausstoß und der Kohlenstoffdioxidausstoß gegenüber Diesel-Lkw beträchtlich reduziert.

Auch das Gebäude selbst wird den höchsten Nachhaltigkeitsansprüchen gerecht werden. Mit modernster Technik und umweltfreundlicher Bauweise soll erreicht werden, dass das Verwaltungs- und Logistikzentrum die Kriterien für die Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erfüllt. So werden beispielsweise die Kühlanlagen in Erlensee ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben und seien zudem besonders energiesparend konstruiert. Die Abwärme der Anlagen wird für die Kühlung und Beheizung des gesamten Lagers und des Verwaltungstraktes genutzt, wodurch keine fossilen Brennstoffe nötig sein werden. Darüber hinaus könnten auf dem Gebäudedach über eine Photovoltaikanlage rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr gewonnen werden, die überwiegend direkt vor Ort genutzt werden. Und die Nutzung von Regen- und Brauchwasser als Betriebswasser spart dementsprechend Trinkwasser ein.

Wichtig ist den Sozialdemokraten auch: In das Grundwasser wird auf dem Gelände ebenso viel Regenwasser wie zuvor gelangen. Zu diesem Zweck wurde auf dem Gelände nun schon das Rückhaltebecken angelegt. Und die vorherige Belastung des Grundwassers durch Düngemittel wird entfallen.

Auch wird das Unternehmen am Verwaltungs- und Logistikzentrum in Erlensee, wie auch schon an anderen Standorten, rund 28 000 Quadratmeter Blühwiesen anlegen.

Auch nicht zu verachten ist: Derzeit sind in Alzenau 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und die Zahl soll sich mit dem Umzug nach Erlensee fast verdoppeln: Bis zur Startphase am neuen Standort möchte Lidl etwa 100 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Entsprechende Stellenausschreibungen sind auf der Unternehmens-Homepage bereits zu finden.

Die SPD steht zu ihrer Entscheidung. Nach Eröffnung und nach Corona sollten alle Bürgerinnen und Bürger einer Einladung zum Tag der offenen Tür unbedingt nachkommen und sich von dem Unternehmen, bei dem sie vielleicht sogar selbst Kunden sind, ihr eigenes Bild machen.

Auf dem Titelfoto: Herbert Lange (Stadtrat), Peter Viel (Bauausschuss), Wolfgang Gierhake (Stadtrat) und Meike Dito-Gierhake

Fotos: SPD Erlensee

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