„Drei Hebel gegen Kindesmissbrauch“: Frauen Union MKK fordert Politik zum Handeln auf

(pm/ea) – „Wir dürfen nicht zulassen, dass das Thema Kindesmissbrauch immer wieder neu in Vergessenheit gerät“, betont die Hanauer Politikerin Srita Heide, Vorsitzende der Frauen Union (FU) Main-Kinzig und Stellvertretende Vorsitzende der FU Hessen, in einer Pressemitteilung.

„Und es ist schlichtweg abstoßend, wenn man eine Bundesjustizministerin angesichts des großen Leids geradezu unter Druck setzen muss, bis sie wenigstens darüber nachdenkt, die Strafen zu verschärfen.“

„Strafverschärfung ist das eine. Das andere – und viel wichtigere – sind Opferschutz und Opferhilfe“, so Monika Klosson, stellvertretende Vorsitzende der FU MKK. „Sexueller Missbrauch hat für die Opfer schlimme psychische Folgen, die sie oft ihr Leben lang begleiten. Und wenn sie sich auch noch allein gelassen fühlen, macht das alles unerträglich.“

Deshalb dringt die FU MKK – in Absprache mit Ingrid Hohmann-Sippel vom Hanauer Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes – darauf, endlich die Empfehlung der Enquêtekommission „Kein Kind zurücklassen“ des Hessischen Landtags von 2018 umzusetzen: Einrichtung eines Landesbeauftragten für die Bekämpfung des sexuellen Kindesmissbrauchs. Ferner sei anstrebenswert, an allen Jugendämtern die Stelle eines/r „Kinderschutzkoordinators/-koordinatorin“ sowie eine spezielle Hotline einzurichten, die rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist. Schließlich müssten die Kinderschutzambulanzen weiter ausgebaut werden, in denen forensisch geschultes Pflegepersonal Beweise zuverlässig sichere und mit den betroffenen Fachdisziplinen inklusive Chirurgie, Gynäkologie und Radiologie zusammenarbeite.

Besonders wichtig sei, das Thema Kindesmissbrauch nicht länger zu tabuisieren und Zivilcourage zu zeigen statt wegzuschauen. Antje Kratzla-Knauer, ebenfalls stellvertretende FU-MKK-Vorsitzende: „Wer den Verdacht hegt, dass in der Schule, der Kita, in der Nachbarschaft oder der eigenen Familie ein Kind missbraucht wird, sollte nach dem Motto handeln: Lieber einmal zu viel die Behörden informieren als einmal zu wenig.“ Das habe nichts mit Anschwärzen zu tun, sondern mit Fürsorge für die Schwächsten in der Gesellschaft.

„Wir können den Kindesmissbrauch nur dann stark bekämpfen, wenn wir drei Hebel ansetzen: Täter härter bestrafen, Ermittlungsmöglichkeiten für die Polizei verbessern – auch auf EU-Ebene – und die Prävention ausweiten“, so Srita Heide. „Und vor allem: Wir dürfen damit nicht mehr abwarten.“

Auf dem Foto (v.l.): Monika Klosson, Srita Heide, Antje Kratzla-Knauer, Ingrid Hohmann-Sippel

Foto: PM

Anzeige

Billo Schuhe: Wir geben die MwSt.-Reduzierung an Euch weiter!

Der Nachlass wird direkt an der Kasse abgezogen. www.billo-schuhe.de – Römerstraße 15 in Bruchköbel – geöffnet: Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr

Weiterlesen