„Zunehmende Hilferufe aus Praxen, Krankenhäusern und dem Pflegebereich nach Schutzausrüstung“ – 19 neue Corona-Fälle im Kreis

(pm/ea) – Nach 19 neuen laborbestätigten Coronavirus-Fällen am Mittwoch ist die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle im Main-Kinzig-Kreis auf 100 gestiegen, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Die betroffenen Personen kommen sowohl aus dem West- wie auch aus dem Ostkreis. Es ist der bisher höchste Anstieg an einem einzigen Tag im Main-Kinzig-Kreis.

„Die Verbreitung des Coronavirus ist noch lange nicht gestoppt, wenngleich wir große Hoffnungen haben, dass sich die Verbreitungsdynamik durch die Kontaktbeschränkungen in einigen Tagen abschwächt. In jedem Fall braucht das medizinische Personal im Kreisgebiet ausreichend Schutzausrüstung, um den hohen Anforderungen in dieser Zeit weiter verlässlich gerecht zu werden“, erklärt Landrat Thorsten Stolz.

Thorsten Stolz mahnt in dem Zusammenhang die Umsetzung der Zusage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an, wonach zehn Millionen dringend benötigter Atemschutzmasken auf dem Weg seien. Der Bundesgesundheitsminister habe vor über einer Woche die Zusage gegeben, dass kurzfristig diese große Zahl an Schutzmasken für Arztpraxen, Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser zur Verfügung gestellt würden.

„Wir merken davon nichts und bei uns kommt nichts an. Was bei uns aber ankommt sind die zunehmenden Hilferufe aus Praxen, den Krankenhäusern und dem Pflegebereich, dass Atemschutzmasken und Schutzausrüstungen zur Neige gehen“, berichtet der Landrat. Das Thema Atemschutzmasken und Schutzausrüstung nehme in jeder Besprechung des Verwaltungsstabes des Main-Kinzig-Kreises breiten Raum ein. Hier müsse „dringend eine Lösung herbeigeführt werden“.

Losgelöst von den Aufforderungen in Richtung der Bundesregierung, endlich die gemachten Zusagen auch umzusetzen, setzt der Main-Kinzig-Kreis nach den Worten von Landrat Thorsten Stolz derzeit „alle Hebel in Bewegung, um selbst zusätzliche Atemschutzmasken, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu beschaffen“: „Wir brauchen das zusätzliche Material für den Main-Kinzig-Kreis, und wir lassen nichts unversucht, es für unseren medizinischen Bereich bereitstellen zu können“, so Thorsten Stolz.

Zusätzlich hat der Landrat noch einmal einen Hilferuf in Richtung Bund und Land gestartet und in einem persönlichen Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Ministerpräsident Volker Bouffier, Innenminister Peter Beuth und Sozialminister Kai Klose die Situation zwischen Maintal und Sinntal geschildert und „dringende Unterstützung“ für Arztpraxen, Krankenhäuser und den Bereich der Pflege eingefordert.

Terminanfragen bei der Zulassungsstelle über Webformular:

Die Terminvergabe für Anliegen an den Zulassungsstellen in Linsengericht und Hanau erfolgt ab sofort schneller und zielgerichteter. Auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises, www.mkk.de, steht dazu ein Kontaktformular zur Verfügung, unter anderem im CoroNetz unter „Alltag in Zeiten von Corona“. Der Kreis bittet, für Terminanfragen ausschließlich auf dieses Formular zurückzugreifen, da sich das bisherige Verfahren per Mail nicht bewährt hat. Hintergrund ist, dass viele Mail-Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern unvollständige oder nicht nachvollziehbare Angaben enthalten haben, was die Terminvergabe erheblich erschwert hat. Anfragen auf diesem Wege werden ab sofort nicht mehr bearbeitet. Auch Wunschtermine können aufgrund des eingeschränkten Zulassungsservices derzeit nicht berücksichtigt werden. Alternativ können zum Beispiel Adressänderungen oder Abmeldungen auch über das Online-Portal der Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises online durchgeführt werden, entsprechende Informationen zur Vorgehensweise im Online-Verfahren sind ebenfalls auf der Homepage des Kreises zu finden.

In diesem Zusammenhang weist der Kreis erneut auf das Dienstleistungsangebot der verschiedenen Zulassungsdienste und auch der Kfz-Händler hin. Diese übernehmen gegen ein Entgelt die Abwicklung eines Zulassungsvorgangs.

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