„Rodenbacher Naturschönheiten – Niederrodenbacher Steinbrüche“

(pm/ea) – Vor kurzem fand die Veranstaltung „Rodenbacher Naturschönheiten – Niederrodenbacher Steinbrüche“ im Rodenbacher Medientreff statt.

Klein, aber fein – das nur 37 ha große Naturschutzgebiet der Niederrodenbacher Steinbrüche gegenüber dem ehemaligen Motodrom bietet ca. 350 verschiedenen Pflanzenarten, d.h. Baumarten, Gräsern, Büschen, Pilzen, bekannten und sehr seltenen Blumen, darunter einigen kaum bekannten Orchideenarten sowie vielen Insektenarten einen geschützten Lebensraum. In eindrucksvollen Bildern zeigte Reinhard Lukas, der Vorsitzende des VNR (Vogel- und Naturschutzbund Rodenbach) und des NABU den fast 60 interessierten Gästen, was auf den beiden Freiflächen unterhalb der Kalksteinfelsen alles zu finden ist: neben Tollkirsche, Wasserdost, Akelei und Wiesenschlüsselblumen haben sich u.a. kleine Flecken Mondraute, Schattenblümchen, Nestwurz – eine erdbraune Orchidee ohne Blütenblätter – und Ragwurzen angesiedelt. Käfer, Libellen, Schmetterlinge, Falter wie das Widderchen, Sandbienen und Hummeln tummeln sich auf und in den Blüten und sorgen für die nächste Generation der Pflanzen. Pilze spielen dabei für einige Arten eine große Rolle. Grundlage für diesen Lebensraum, dessen Besiedlung sich aber auch immer wieder verändert, ist der Kalkmagerrasen, der sich auf dem eiszeitlichen Relikt der Kalkfelsen entwickelt hat. Nach Ende des Kalksteinabbaus konnte sich die Natur das Gelände zurückerobern, 1979 wurde es zum Naturschutzgebiet erklärt und wird seither von den Mitgliedern des VNR liebevoll gepflegt. So müssen Eichenschösslinge und Adlerfarn ausgegraben, Gräser von Hand gemäht werden, um die freien Flächen zu erhalten. Denn nur mit viel Licht gedeihen die meisten der seltenen und sehr kleinen Pflanzen, die für ungeübte Augen kaum sichtbar sind. Der VNR bittet deshalb auch darum, die Wege nicht zu verlassen.

Neben der Natur gibt es aber auch die Seite des kommerziellen Steinbruchs, zu der am Ende Rudolf Waldschmidt einige Informationen beisteuerte. Doch das ist ein Thema für einen weiteren Abend. Zunächst einmal hat der Freundeskreis Medientreff am 23. April die Wildbiologin Dr. Marion Ebel aus dem Wildpark Alte Fasanerie zu Gast, die Frau, „die mit den Wölfen heult“.

Der Freundeskreis Medientreff – Gemeindebücherei Rodenbach e.V. bedankt sich bei Reinhard Lukas herzlich für einen Abend voller Informationen und Bilder, die staunen ließen und hoffen, dass das Kleinod der Steinbrüche noch lange erhalten bleibt. Herzlichen Dank auch an Walter Geppert und die helfenden Hände aus den Reihen des Freundeskreises bei der Organisation der Veranstaltung.

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