Geißbock-Jagd auf Klein-Auheimer Friedhof

(pm/ea) – Als Matthias Erhart vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) jetzt wieder routinemäßig den Straßenzustand in Klein-Auheim kontrollierte, traute er seinen Augen nicht: „Plötzlich schoss ein offenbar ausgebüxter Geißbock über die Straße Zum Flurkreuz.“ Was sich anschloss, war ein drei Stunden währender außergewöhnlicher Einsatz, um das Tier wieder einzufangen.

Der Ziegenbock nahm vom Flurkreuz aus Kurs auf den Klein-Auheimer Friedhof. Dort tobte er zwischen Grabsteinen hin und her. Erhart wurde schnell klar, dass er und ein hinzugekommener Beschäftigter des Friedhofs den Geißbock unmöglich alleine würden bändigen können. Zwei Helfer vom städtischen Bauhof kamen hinzu, herbeigerufen wurden auch eine Stadtpolizistin und zwei Fachleute vom nahen Wildpark Alte Fasanerie.

Doch es half nichts. Das Hörnertier blieb störrisch. „Dann kamen wir auf die Idee ein Fangnetz zu benutzen“, erzählt Erhart. Das brachten zwei zusätzliche Kräfte der Fasanerie. So waren insgesamt neun Menschen im Einsatz, um mit Hilfe des Netzes endlich des wild gewordenen Tieres habhaft zu werden.

Den Geißbock in das Stadtpolizei-Auto mit großem Kofferraum zu bugsieren, war die nächste Herausforderung am Klein-Auheimer Friedhof. Die Stadtpolizistin hatte erfolgreich bei einem nahen Bauernhof nachgefragt, ob das Tier dort vorübergehend unterkommen könne. Dort ist der Ziegenbock noch immer, denn es ist weiter unklar, wem er eigentlich gehört.

Das würde Matthias Erhart gerne wissen. Ebenso ist es ihm ein Anliegen, denen zu danken, die ihm bei der außergewöhnlichen Kleinauheim Geißbock-Jagd geholfen haben.

Fotos: PM

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