CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Pabst zur angeblichen „Büffel-Affäre“: „Es reicht!“

(pm/ea) – „Es reicht. Ich muss hiermit meine Aussage im Rahmen der Haushaltsrede vom Donnerstag, den 12.12.2019 korrigieren: In meiner Rede habe ich die gute Zusammenarbeit in unserem Parlament gelobt und auf einige interfraktionelle Anträge verwiesen“, so Horst Pabst am Beginn der Pressemitteilung.

Horst Pabst weiter: „Ich gehe nun davon aus, nachdem ich sowohl in „Erlensee Aktuell“ als auch im „Hanauer Anzeiger“ die Pressemitteilung der Grünen gelesen habe, dass dieses immer nur stimmt, wenn die Grünen sich selbst etwas davon versprechen. Nach der letzten Kommunalwahl im Jahr 2016 hatten die Grünen sage und schreibe 11 % der Wählerstimmen und waren damit die kleinste Fraktion im Stadtparlament, noch hinter der TEZ. Daraus resultierten von 31 Stadtverordneten 3 für die Grünen-Fraktion. Von diesen Dreien haben nun Zwei gegen den Haushalt gestimmt, da sie mit einer Entscheidung des Magistrats und des Stadtparlaments nicht einverstanden waren. Das führt sogar soweit, dass jetzt unser Bürgermeister, der politisch neutral ist, und im ersten Wahlgang von mehr als 60 % der Wahlberechtigten in Erlensee neu gewählt worden ist, als Lügner hingestellt wird. Noch unverschämter geht es nicht“.

Weiter heißt es: „All die anderen Kommentare, die sich dem angeschlossen haben, sind Anlass für diese Pressemitteilung. Im Haushalt ist ein Antrag unserer Fraktion eingebracht worden, die 52.000 €, die der Magistrat für Baumpflanzung auf dem Rathausvorplatz vorgesehen hatte, auf 39.000 € zu redzieren, um damit 13.000 € als Rücklage für gegebenenfalls zusätzliche Ausgaben für den Unterbau des Brunnens, der sich neben dem Rathaus befindet, bereit zu stellen. Dieser Antrag ist gestellt worden, nachdem der Bürgermeister und der Magistrat der Stadt Erlensee einer Umgestaltung des Brunnens zugestimmt hatten. Der ursprünglich dort vorhandene Brunnen ist vor vielen Jahren vom damaligen Gemeindevorstand beschlossen und gebaut worden, ohne, dass das Parlament gefragt wurde. Und die finanziellen Mittel dafür hat die Gemeinde komplett getragen. Jetzt regen sich die Grünen und Frau Merz über die Umgestaltung dieses Brunnens in der Form auf, dass kein Mensch weiß, was dort überhaupt passieren soll. Und das ist einfach falsch.“

„Im August 2019 hat der Magistrat die Umgestaltung nach Vorlage der vorgesehenen Möglichkeiten beschlossen. in diesem Magistrat sitzt u. a. Herr Bös, Ehemann der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Tonecker-Bös. Da wir davon ausgehen, dass im Hause Bös/Tonecker-Bös miteinander gesprochen wird, waren wir davon überzeugt, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt Frau Tonecker-Bös über die geplante Umgestaltung informiert wurde. Da die Umgestaltung durch Spenden finanziert werden soll, gibt es ein Empfehlungsschreiben des Magistrats zur Vorlage bei den in Frage kommenden Spendern. Gleichzeitig wurden Angebote von infrage kommenden Bronzebildhauern eingeholt, um den Geldbedarf zu ermitteln. Diese Angebote waren von den Summen sehr unterschiedlich, so dass sich eine Firma als Favorit herauskristallisierte. Der Preis für das Angebot beinhaltete Skulpturen in Lebensgröße, lebensecht, aus Bronze gegossen, incl. MwSt., Transport und 10-Jahresgarantie mit einem Zahlungsziel nach Anlieferung. Dieses Angebot war bis zum 15.12.2019 vom Preis festgeschrieben. Nach Auftragsvergabe stellt dieses Unternehmen Modelle her, die dann begutachtet und in der Form verändert werden können, damit sie letztendlich so gegossen werden, wie unsere Künstler sich gewünscht und vorgestellt haben. Damit sind die Künstlerinnen des Kunstraums Erlensee, Friedrich-Ebert-Str. 7 gemeint, die durch ihre Werke, die sie in diesen Räumen ausgestellt haben, nachweisen, dass sie zwar keine Bronzefiguren herstellen können, aber für die Optik und Pose der Figuren und des neu zu gestaltenden Brunnens die besten Voraussetzungen mitbringen. Zur Produktion der Skulpturen benötigt die Firma ca. 4 Monate, die aber erst erfolgt, wenn all dafür infrage Kommenden ihr Okay dazu gegeben haben. D.h. im Klartext, dass die Aussage des Bürgermeisters, einer Veränderung und Festlegung des Aussehens zu einem späteren Zeitpunkt keine Lüge, sondern die 100-%ige Wahrheit darstellt.

Die Spendensammlung ist soweit fortgeschritten, dass man vorsichtshalber bereits in diesem Jahr den Betrag in den Haushalt für den Unterbau eingestellt hat. Und wenn alles positiv verläuft, zur 50-Jahr-Feier der Stadt Erlensee den Brunnen fertig haben könnte. Der Brunnen steht an einem Platz, der auch durch einen Umbau oder Neubau des Rathauses nicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Sobald genaue Pläne und Modelle fertig sind, wird die Umgestaltung in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Und wenn irgendwelche Bürgerinnen und Bürger von Erlensee der Meinung sind, künstlerisch mitgestalten zu können, freuen sich die Kunsträumerinnen über deren Besuch bzw. Unterstützung. Nur sollte man bei all dem eines nicht vergessen, dass ganz alte Sprichworte immer wieder eine Bestätigung bekommen. In diesem Fall heißen diese Sprichworte: „Viele Köche verderben den Brei“und „für Neid muss man hart arbeiten, Mitleid gibt es umsonst“.

Nach all dem, was dem Hanauer Anzeiger die Zeitung gefüllt hat und auch Erlensee Aktuell mehr als beschäftigt hat, gab es nur zwei Möglichkeiten: entweder man folgt einer ganz kleinen Gruppe des Parlaments, die sich hinter dem Begriff Demokratie verschanzt hatten, ohne darüber nachzudenken, dass Demokratie u. a. heißt, Mehrheiten zu akzeptieren, verprellt die ganzen Spender, gibt die Spenden zurück und bläst das ganze Projekt ab oder aber, man bringt die Arbeit, die man begonnen hat, zu Ende, um damit, auch, wenn Geschmäcker verschieden sind, in dieser Stadt etwas künstlerisch Nachhaltiges zu schaffen.

Die Erste Stadträtin und gleichzeitig Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Birgit Behr, der Bürgermeister unserer Stadt, Stefan Erb, und auch ich, sind der Meinung, wir sollten die begonnene Arbeit, die sowohl im Haupt-und Finanzausschuss als auch in der Stadtverordnetenversammlung die Zustimmung bekommen hat, zu Ende bringen, obwohl wir wissen, dass wir dafür weder Ruhm noch Ehre erhalten“, so Horst Pabst, Fraktionsvorsitzender der CDU, abschließend.

 

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