AfD vermutet Wahlbetrug – „Erlenseer schlaueste Menschen der Region“

(pm/ea) – „Vergleichbares habe ich nur in meiner Zeit als Entwicklungshelfer in Südamerika gesehen. Wir sind inzwischen ein Bananenstaat ohne Bananen!“ So beginnt AfD-Vorstandsmitglied Klaus Fritz seinen Bericht über die Analyse der Wahlergebnisse im Bereich des Ortsverbands Hanau und Großkrotzenburg.

Nachdem ein Artikel in der Lokalpresse von einer auffälligen „Senke im AfD Ergebnis von Krotzenburg“ berichtete war er beauftragt worden, sich die Einzelergebnisse auf Plausibilität hin anzusehen.

In der Pressemitteilung der AfD heißt es: „Die Krotzenburger Zahlen gaben Anlass, sich die auch Hanauer Einzelergebnisse anzusehen. Die Ergebnisse konnten in einer anschaulichen Exceltabelle präsentiert werden. Die Schwankungen in den „ungültigen“ Stimmen sind signifikant. Zur Einstimmung legte Fritz eine Tabelle des Bundeswahlleiters vor, die die ungültigen Zweitstimmen bei den Bundestagswahlen seit 1965 auflistet. Bei einfachen „Ankreuzwahl“ von Parteien (nicht so komplex wie beim Kumulieren/Panaschieren) ergaben sich in den vergangenen 50 Jahren im Mittel um die 1% ungültige Stimmen. Nie mehr als 1,7%. „Das entspricht auch unseren langjährigen Erfahrungen als Wahlhelfer!“ pflichtet der stellv. Ortssprecher Stefan Hahn bei, der die Ergebnisse der Hanauer AfDler zusammentrug, die am Wahlabend in den Wahlvorständen Dienst taten. „Wir haben in den Wahllokalen, in denen am Sonntag AfD-Mitglieder mitgezählt haben unter 2% ungültige Stimmen.“

Umso erstaunlicher findet Klaus Fritz die Zahlen von Großkrotzenburg. Dort sollen 3,5% aller Wähler in der Zweitstimme ungültig gewählt haben. Besonders auffällig ist der Unterschied in den beiden Briefwahllokalen. Eines hat die erwartbaren 1,9% und in der anderen Urne fanden sich wohl 4,4% Ungültige. Gerade dieses letztere Lokal ist mit 8,1% AfD das schlechteste Wahllokal im Zuständigkeitsbereich des OV Hanau-Großkrotzenburg.

Klaus Fritz weiter: „So weit so schlecht! Richtig verrückt wird es, wenn man sich die Hanauer Lokale anschaut.“ Die Hanauer sind im Durchschnitt etwas „schlauer“ als die Krotzenburger, haben doch in Hanau „nur“ 2,7% den Wahlzettel falsch oder gar nicht ausgefüllt. Wenn man allerdings in die Tiefe geht, kann einem schwindelig werden: In den AfD Hochburgen gehen die Ungültigen bis auf 8,5% hoch! Und dabei haben sich die „Ungültigwähler“ noch innerhalb von benachbarten Wahllokalen sehr ungleich verhalten. So haben wir in der Kreuzkirche ein Lokal (404) mit 4,4% und die Urne im gleichen Raum Wahllokal 403 mit 8%.“

Klaus Fritz schloss seinen Bericht für Zweifler mit der Zusammenstellung aus Erlensee. Die Erlenseer haben sich mit nur 2,5% ungültigen Stimmen als die im Vergleich schlauesten Menschen der Region rausgestellt…..und logischer Weise auch das stärkste AfD-Wahlergebnis mit über 19,9%.

In einer Zusammenstellung der Wahlkreise ganz ohne jegliche ungültige Stimme sind die Universitätsstädte vorn.

Zuletzt konnten zwei Ergebnisse aus Kassel für den Vergleich mit seinen Erfahrungen hergenommen werden: „Die beiden Bezirke Kassel Stadt mit 20% bzw. 24% ungültigen Stimmen können eigentlich nur so zu Stande gekommen sein, wie ich es in Brasilien beobachtet habe! Durch fortschrittliches, buntes und weltoffenes Zählen“

Nach einer kurzen Diskussion beschloss der Vorstand die Zahlen und den Verdacht auf Manipulation über den Hanauer Landtagsabgeordneten Wissenbach dem Kreiswahlleiter zu melden.

Inzwischen liegt die Antwort von Herrn Rudel vor: „Der Kreiswahlleiter hat die in den Wahlniederschriften getroffenen Feststellungen der Wahlvorstände demgegenüber nur dann nachzuprüfen, wenn sich aus der Wahlniederschrift selbst oder aus anderen ihm bekannt gewordenen Gründen konkrete Bedenken gegen die Ordnungsmäßigkeit ergeben. Der Kreiswahlleiter und der Kreiswahlausschuss sind nicht befugt, Überprüfungen vorzunehmen, insbesondere stichprobenartige oder vollständige Nachzählungen der Ergebnisse im Wahlbezirk zu veranlassen, soweit solche konkreten Bedenken nicht bestehen.“

Ortssprecher Dippel stellte daraufhin das weitere Vorgehen klar: „Der Ortsvorstand der AfD hat im Gegensatz zum Kreiswahlleiter konkrete Bedenken an der Ordnungsmäßigkeit der Landtagswahl. Gerade mit Blick auf die wenigen Stimmen, die der AfD zu einem 20. Mandat fehlen, und auf die hauchdünne Mehrheit von Schwarzgrün, die in diesem Fall kippen würde.
Wir setzen nun alle Hoffnung in den Gang an die Öffentlichkeit, um politischen Druck aufzubauen, um die Ungereimtheiten aufzuklären.

„Nach Rechtsauffassung des Ortsverbands müsste auch die Staatsanwaltschaft von sich aus den Fall untersuchen. Immerhin steht der Verdacht im Raum, dass hier die Axt an die Wurzel der Demokratie gelegt worden ist. Eine Klärung ist unabdingbar ist. Das Strafmaß für absichtliche Wahlfälschung lautet zu recht „bis zu 5 Jahre“. heißt es abschließend in der Pressemitteilung der AfD.

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