Erlensee & Neuberg: Zukunftswerkstätten vorbei – Wie geht es jetzt weiter?

(ms/ea) – Die Zukunftswerkstätten in Erlensee und Neuberg sind vorüber. Auf 725 Kärtchen wurden Anregungen und Fragen zusammengetragen. Wie geht es jetzt weiter? Erlensee Aktuell hat bei Bürgermeister Stefan Erb nachgefragt.

An drei Terminen fanden die Zukunftswerkstätten jeweils in Neuberg und Erlensee statt. Wie ist Ihr Resümee?

Es waren sehr konstruktive Veranstaltungen. Die Bürgerinnen und Bürger stellten Fragen und teilten auch ihre Sorgen und Nöte mit. Darunter waren auch Punkte, die zwar nichts mit einer möglichen Fusion der beiden Kommunen zu tun haben, aber natürlich dennoch in unsere Arbeit einfließen.

Einige Fragen konnten direkt beantwortet werden, einige müssen jedoch die zukünftigen Gremien beantworten, wie zum Beispiel die Ausgestaltung der Grundsteuer oder wo das Rathaus stehen soll.

Wer entscheidet eigentlich, wie die zukünftige Stadt heißen soll?

Meines Erachtens sollten hier die Bürgerinnen und Bürgern nach Vorschlägen befragt werden. Die letztendliche Entscheidung muss aber auch hier von den zukünftigen Gremien getroffen werden.

Wann ist der nächste öffentliche Termin zu dem Themenbereich?

Am 13. Juni werden in der Erlenhalle die auf den Zukunftswerkstätten zusammengetragenen Fragen, Kritiken und Anregungen vorgestellt und erörtert, was davon in die Machbarkeitsstudie einfließen wird, deren Fertigstellung für den Herbst geplant ist und die dann ebenfalls vorgestellt wird.

Angenommen, die Machbarkeitsstudie befürwortet einen Zusammenschluss von Erlensee und Neuberg. Welche Schritte stehen dann als nächstes an?

Die Gemeindevertretung in Neuberg und die Stadtverordnetenversammlung in Erlensee beschließen dann jeweils zunächst, ob sie sich der Empfehlung der Studie anschließen. Sollte dies wiederum der Fall sein, steht ja fest, dass gleichzeitig auch ein Beschluss gefasst wird, hierzu einen Bürgerentscheid durchzuführen.

Welche Bedingungen sind an den Bürgerentscheid geknüpft?

Der Bürgerentscheid ist eine kommunale Abstimmung mit der Besonderheit, dass mittels einer von den Initiatoren formulierten Frage über eine wichtige kommunale Angelegenheit abgestimmt wird. Die von der Bürgerschaft zu entscheidende Frage muss so gestellt sein, dass sie mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann. Es entscheidet die Mehrheit der gültigen Stimmen, die allerdings mindestens 25% der Stimmberechtigten ausmachen muss.

Vielen Dank für das Gespräch

Die Fragen stellte Markus Sommerfeld

Neues von unseren Partnern!