Polizeipräsidium Südosthessen erprobt Präventions-APP

(pm/ea) – Nach Facebook, Twitter und Instagram geht das Polizeipräsidium Südosthessen jetzt auch mit einer Präventions-App neue Wege in der digitalen Welt.

„Aktuelle Informationen rund um die Themen Kriminalitätsvorbeugung und Verkehrssicherheit zeitgemäß, neutral und verlässlich den Bürgerinnen und Bürgern anzubieten, ist dabei das erklärte Ziel“ betonte Polizeipräsident Ullmann. „Wir betreten dabei Neuland, da es ein vergleichbares Angebot in Hessen oder gar im Bund noch nicht gibt und sind sehr gespannt, wie das Angebot angenommen wird“.

PUSH-Nachrichten über aktuelle Kriminalitätsphänomene und Unfallgefahren, Veranstaltungshinweise, Kontaktdaten zu polizeilichen Fachberatern und professionellen Hilfeeinrichtungen, aber auch exklusive Warnmeldungen, eine Dienststellensuche, ein Umfragetool, die Vernetzung mit den vielen Netzwerkpartnern und Unterstützern der polizeilichen Präventionsarbeit und vieles mehr bietet die Präventions-APP – quasi Prävention aus einer Hand.

„In einer zweijährigen Entwicklungsphase haben wir das Polizeipräsidium Südosthessen beraten und unterstützt und mit unserem APP-Baukasten eine Möglichkeit geschaffen, das anvisierte Ziel zu erreichen. Die besonderen Herausforderungen die eine Sicherheitsbehörde in einem solchen Projekt mit sich bringen sowie die Berücksichtigung hoher datenschutzrechtlicher Standards waren wichtige Erfahrungen,“ hob Tobias Heinrich, der Geschäftsführer der Firma opwoco aus Schöppingen, hervor.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch Prof. Dr. Gerald Lembke, Duale Hochschule Baden-Württemberg. „Hierbei geht es insbesondere um Fragen, wie im weiteren Prozess die verschiedenen Zielgruppen erreicht oder wie die Inhalte der APP attraktiv und anschaulich dargestellt werden können.

Kommunikationsprozesse unterliegen gerade in der digitalen Welt einem permanenten Wandel. Hier die Sicherheitsbehörden im Spannungsfeld zwischen seriöser Fachsprache und Bürger orientierter Botschaft zu begleiten, wird eines der zu untersuchenden Felder sein“, erläuterte Prof. Dr. Gerald Lembke.

Markus Wortmann und Jürgen Schmatz, die das Projekt im Polizeipräsidium Südosthessen auf den Weg gebracht haben, bemühten die Historie und zeigten sich überzeugt von dem Entwicklungspotential des neuen digitalen Angebots: „Es ist besser, Straftaten und Verbrechen vorzubeugen, als sie zu bestrafen, konstatierte schon 1776 der italienische Rechtsphilosoph und Strafrechtsreformer Cesare Beccaria in seinem Werk „Von den Verbrechen und den Strafen“. In Deutschland etablierte sich dieser Grundgedanke der Prävention mit der Einrichtung von kriminalpolizeilichen Beratungsstellen 1921 in Berlin und von entsprechenden Vorbeugungsprogrammen ab 1964. Seit 1997 beteiligen sich der Bund und die Bundesländer an dem Programm der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK). Infobroschüren, Plakate, Flyer, aber auch Pressearbeit bei Funk und Fernsehen gehörten von Beginn an zum Standard polizeilicher Kriminalprävention. In Hessen unterstrichen mit der Präventionsoffensive 2008 nachhaltige Strukturmaßnahmen die Bedeutung dieser Kernaufgabe polizeilichen Handelns und rückten die
gesamtgesellschaftliche Verantwortung in den Blickpunkt. Die positive Entwicklung der objektiven Sicherheitslage des Polizeipräsidiums Südosthessen zeigt die richtige Weichenstellung auf. Das friedliche Zusammenleben zu fördern, als elementares Grundbedürfnis des Menschen und wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität, ist unser Anspruch auch im digitalen Zeitalter. Sozusagen Prävention 4.0. Die Präventions-APP soll dabei, als ein Baustein der Sicherheitsarchitektur, Ratgeber und Unterstützer für die Bürgerinnen und Bürger sein,“ konstatierten Wortmann und Schmatz unisono.

„Sollte das Projekt positiv verlaufen und die APP gut angenommen werden, könnte dies der erste Schritt zu einer umfassenden Polizei-APP sein,“ so Ullmann abschließend.

Die Präventions-APP steht ab sofort in den App-Stores für Android- und IOSEndgeräte unter den Suchbegriffen „Präventions-App“ und „Polizeipräsidium Südosthessen“ zum Download bereit. Das inhaltliche Angebot richtet sich in der Pilotphase vorzugsweise an die knapp 900.000 Bürgerinnen und Bürger der 43 Kommunen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen.

Screenshots: Privat

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