Fünf Jugendliche sind frischgebackene „Jugendwaldpädagogen“

(pm/ea) – Vor wenigen Tagen stellten sich fünf Jungs im Alter zwischen 13 und 16 Jahren der praktischen Prüfung zum Jugendwaldpädagogen im Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau.

Die Aufregung der Prüflinge hielt sich in Grenzen, denn alle 5 besuchten die letzten 7 Jahre lang regelmäßig einmal im Monat die „Bärenstarken Kids“. In dieser Gruppe, die von Asha Scherbach und Renate Leun, geleitet wird, werden unter anderem Themen wie „Nutzung und Schutz des Waldes“ oder „Nährstoffkreislauf“ spielerisch erlernt.

Nun mussten Linus, Keanu, Philipp, Emil und Marlin ihr Können und ihre Kenntnisse vor einer unabhängigen Jury beweisen. Auf dem Programm stand eine anderthalbstündige Führung mit den 12 Wildparkkindergarten-Kindern. Aber alles lief gut, was unter anderem auch darauf zurückzuführen war, dass sich die fünf hervorragend gegenseitig unterstützt haben. Den 12 Jungen und Mädchen des Wildparkkindergartens konnte man ansehen, dass ihnen der Vormittag mit Sommerelementen im Wald Spaß gemacht hat. So waren am Ende der Prüfung alle Daumen oben, auch die der beiden Prüferinnen. Die Prüfung zum Jugendwaldpädagogen wurde von den zwei Berufswaldpädagoginnen und ausgebildeten Försterinnen Sabine Scholl und Lucia Trabert abgenommen, normalerweise im Wildpark, im Jugendwaldheim Hasselroth oder im Forstamt als Waldpädagoginnen unterwegs. Besonderer Wert wurde von den Beiden auf den Aspekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gelegt.

„Uns ist besonders aufgefallen, dass es alle 5 Jungs gut verstehen, die Bedürfnisse der Kinder wahrzunehmen und ihnen angemessen zu helfen oder Lösungen anzubieten“, freut sich Lucia Trabert über das gute Abschneiden der Fünf, von denen 4 ehemalige Waldkindergartenkids sind, „alle fünf haben großen Teamgeist.“ Fachlich gab es zwar noch Luft nach oben, verständlich bei dem jugendlichen Alter der Teenies. Die Prüferinnen legten ihnen ans Herz, sich auf das jeweilige Thema intensiver vorzubereiten. Waldpädagogin Sabine Scholl zeigt sich überzeugt: „Mit der Zeit und steigender Erfahrung werden die 5 Teenager auch lernen, die Kinder gut auf ihre vorbreiteten Themen hinzuleiten und ihre Sinne gezielt zu fördern. Wir hoffen, dass die Jugendlichen ihre Wald- und Kinderbegeisterung lange beibehalten und so eine fantastische Brücke zwischen erwachsenen Pädagogen und walderfahrenden Kindern bleiben.“

Das Zertifikat zum Jugendwaldpädagogen, das 2013 im Rahmen des Projekts „Bärenstarke Kids“ eingeführt wurde, hat zum Ziel, die Absolventen dazu zu befähigen, Waldkindergärten tatkräftig zu unterstützen und aufgrund der Zertifikats-Ausbildung auch ein angemessenes Honorar zu verdienen.

Auf dem Foto: Marlin (rechts), der der Kindergruppe die Fichte erklärt. Ganz links Prüferin Sabine Scholl vom Wildpark Alte Fasanerie Hanau

Foto: PM

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