Eisbrecher „ELSAVA“ schleppt Havaristen frei

(ea)  – Ganze Arbeit leistete der Eisbrecher „ELSAVA“ in seiner Funktion als Schlepper im Hanauer Hafen am Montagmittag: Er schleppte ein niederländisches Großmotorschiff, welches mit rund 1100 Tonnen Gipsbindemittel beladen war und sich im Bereich des rechten Mainufers festgefahren hatte, wieder frei.

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Auf Grund gelaufen: 80 Meter lang, 1100 Tonnen Gipsbindemittel an Bord

 

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Die Leckage befand sich im vorderen Bugbereich

Bei der Festfahrung kam es zu einem Wassereinbruch im Vorschiffsbereich. Der Laderaum blieb unversehrt.

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Die Feuerwehr rückte zunächst mit einem Großaufgebot an, konnte aufgrund der stabilen Lage allerdings die Kräftezahl reduzieren

Wie der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Hanau, Markus Doose, informierte, erfolgte um 6.30 Uhr die Alarmierung mit dem Stichwort „havariertes Schiff“. Darauf rückten rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hanau-Mitte, Großauheim, Klein-Auheim, Steinheim sowie die Wasserrettung Maintal und die DLRG in den Hanauer Hafen aus. Von Frankfurt aus eilte das Feuerlöschboot der Frankfurter Feuerwehr an die Einsatzstelle. Wasserschutzpolizei und Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes waren ebenfalls vor Ort.

Katja Schmidt, Leiterin des Außenbezirks Hanau des Wasser- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg, berichtete, dass das Schiff sich kurz nach der Ausfahrt aus dem Hanauer Hafenbecken außerhalb der Fahrrinne auf der rechten Mainseite festfuhr. Dabei sei ein Leck im vorderen Bugbereich entstanden, dessen Größe von Tauchern im Inneren des betroffenen Bereichs nicht genau festgestellt werden konnte. Ein Tauchgang außerhalb des Schiffs sei wegen der starken Strömung des Mains nicht möglich gewesen.

Der Leiter der Wasserschutzpolizei in Frankfurt, Norbert Hübscher, ergänzte, dass nach bisherigen Erkenntnissen das Schiff ohne Fremdeinwirkung auf Grund gelaufen sei. Der Kapitän habe außerdem nicht unter Alkoholeinfluss gestanden.

Der Laderaum und die Fracht blieben unversehrt, eine Gewässerverunreinigung konnte ebenfalls ausgeschlossen werden.

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Das Medieninteresse war groß: Feuerwehr-Pressesprecher Tibor Roka gab auf bewährte Weise detaillierte Auskünfte zum gesamten Einsatzgeschehen

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Baujahr 1939: Eisbrecher „ELSAVA“ leistete als Schlepper ganze Arbeit

Nachdem der als Schlepper fungierende Eisbrecher „ELSAVA“ unter Mitwirkung des zur Stabilisierung steuerbord festgemachten Feuerlöschboots den Havaristen freischleppte, konnte dieser selbst das Hafenbecken ansteuern, da Ruder und Maschine unbeschädigt blieben. Dort werden am Nachmittag Taucher den Schaden begutachten.

Der Main war bis zur erfolgten Bergung für den Schiffsverkehr komplett geperrt.

(Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld)

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