„Nicht das formelle Dankeschön, sondern eines aus tiefstem Herzen“

(ea) 15.02.16 – Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langendiebach sprach Erste Stadträtin Birgit Behr den Feuerwehrleuten ein nach ihren Worten „nicht das immer formell ausgesprochene sondern ein ehrliches, aus tiefstem Herzen kommendes Dankeschön“ aus.

Birgit Behr, die in Vertretung von Bürgermeister Stefan Erb an der Versammlung teilnahm, berichtete von ihren Eindrücken beim Großbrand auf dem Fliegerhorst am 30. Juli des vergangenen Jahres und lobte die Einsatzkräfte für das strukturierte Vorgehen bei diesem Inferno. Nach ihrem Empfinden sei das Löschwasser knapp gewesen, dennoch haben alle eingesetzten Kräfte verhindern können, dass sich das Feuer ausbreiten konnte.

„Das war eine super Leistung“, so die Erste Stadträtin, die noch ergänzte, dass nach ihren Informationen die Firma Retro Klassik im Februar erste Planungen für die so genannte „Auto-Klassik-Stadt“ vorlegen wolle.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Jürgen Mohn, berichtete von einem zurückliegenden arbeitsreichen Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen, darunter das traditionelle Vatertagstreffen und die Tage der offenen Tür sowie der Kameradschaftsabend, an dem viele Ehrungen der Mitglieder vorgenommen werden konnten.

Er sprach den aktiven und passiven Mitgliedern für ihre Unterstützung ein großes Dankeschön im Namen des Vorstands des Feuerwehrvereins aus, der im Berichtsjahr 782 Mitglieder umfasste.

Wehrführer Björn Winterhalter sprach in seinem Bericht ebenfalls von einem ereignisreichen und arbeitsintensiven Jahr für die Einsatzabteilung, die insgesamt 101 Einsätze abgearbeitet hatte, darunter 37 Hilfeleistungen, 13 Einsätze der Voraushelfer und 27 Brandeinsätze. Dazu kommen außerdem noch zahlreiche weitere Veranstaltungen, unter anderem Ausbildungen, Lehrgänge und weitere Dienste, die ebenfalls durchgeführt worden sind.

Von den Brandeinsätzen hob er zwei besonders hervor: Zum einen den Großbrand auf dem Fliegerhorst, den er als „sicherlich einer der größten Einsätze im Main-Kinzig-Kreis der letzten Jahrzehnte“ bezeichnete, und bei dem sich zeigte, wie gut die Hilfsorganisationen Hand-in-Hand arbeiteten. Zum anderen den Einsatz am Bärensee Anfang Dezember, bei dem ein Bewohner einer brennenden Gartenhütte trotz der schnell eintreffenden Kräfte nur noch tot geborgen werden konnte.

„Bei beiden Einsätzen handelte es sich nicht um alltägliche Situationen, schon gar nicht für eine Freiwillige Feuerwehr“, betonte Björn Winterhalter, der zugleich darauf hinwies, dass es neben der körperlichen Belastung gerade auch im zuletzt genannten Einsatz zu seelischen Belastungen komme, für deren Verarbeitung in Zusammenarbeit mit dem Kriseninterventionsteam eine Nachbearbeitung angeboten werde.

Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Langendiebach bestand Ende 2015 aus 43 Mitgliedern, darunter 2 Frauen.

In einem Ausblick auf 2016 betonte der Wehrführer, dass die Feuerwehr große Erwartungen in den Bedarfs- und Entwicklungsplan setze, der als Leitfaden die personelle und materielle Ausstattung der Feuerwehr für die nächsten Jahre diene. In diesem Zusammenhang mahnte er insbesondere die dringende Modernisierung des Feuerwehrhauses an, das nicht mehr den geforderten Anforderungen entspreche.

Aufgrund des hohen Zeit- und Arbeitsaufwands der Kameraden, der nach Einschätzung Winterhalters auch zukünftig hoch bleiben beziehungsweise weiter steigen werde – appellierte er an die Stadtverwaltung, bei Neueinstellungen „an alle aktiven Feuerwehrmitglieder zu denken und für eine gerechte Aufteilung zu sorgen“.

Den Stadtgremien sowie besonders den Mitarbeitern des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit sprach er seinen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit aus. Der Ersten Stadträtin Birgit Behr sowie Bürgermeister Stefan Erb dankte er für das „stets offene Ohr für die Feuerwehr“.

Jugendfeuerwehrwart Ralf Schallmayer konnte für die Jugendfeuerwehr den Eintritt von fünf Jungen und einem Mädchen verkünden, so dass die Jugendfeuerwehr zum Jahresende aus 15 Mitgliedern bestand. Er nannte zahlreiche Veranstaltungen, an denen die Nachwuchsfeuerwehrleute teilnahmen, darunter auch die Großübung mehrerer Jugendfeuerwehrwehren im August in Langenselbold. Für dieses Jahr sei als Highlight die Durchführung eines Berufsfeuerwehr-Tages in Erlensee geplant, bei dem sich die Jugendlichen 24 Stunden im Gerätehaus aufhalten und den Tagesablauf von Berufsfeuerwehren erleben können.

Für die vorbildliche Jugendarbeit sprach der Vorsitzende Jürgen Mohn ein großes Lob aus und betonte, dass es primäre Aufgabe sei, Nachwuchs zu gewinnen und diesen zu fördern.

Als Gäste nahmen an der Versammlung Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski, zahlreiche Vertreter des Magistrats sowie Stadtbrandinspektor Werner Beier teil, der in einer kurzen Ansprache den Feuerwehrverein als Eckpfeiler im kulturellen Leben der Stadt bezeichnete. Das Engagement der Kameradinnen und Kameraden – denen er dafür herzlich dankte  – sei die beste Werbung für die Feuerwehr.

Auf dem Foto v.l.: Wehrführer Björn Winterhalter, Schriftführer Michael Ludwig, Vorsitzender Jürgen Mohn, Erste Stadträtin Birgit Behr, Stadtbrandinspektor Werner Beier und Jugendfeuerwehrwart Rolf Schallmayer

(Bericht und Foto: Markus Sommerfeld)

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